Das Goodwood Festival of Speed 2026 feiert seine Klassiker
Vom sündhaft teuren Meilenstein bis zum irre umgebauten Golf rauben diese automobilen Träume den Fans in Goodwood den Atem
Das Goodwood Festival of Speed 2026 verwandelt das englische Anwesen wieder in eine Pilgerstätte für Liebhaber historischer Automobile. Neben modernen Hypercars ziehen vor allem die klassischen Renn- und Straßenfahrzeuge die Massen an.
Sie erwecken die goldene Ära des Motorsports zum Leben und lassen Fanherzen höher schlagen. Unsere Galerie zeigt die faszinierendsten Exponate, die dieses Jahr für Gänsehaut sorgen.
Bildergalerie: Die besten Klassiker auf dem Goodwood Festival of Speed 2026
Italienische Eleganz und wilde Umbauten
Zu den absoluten Höhepunkten gehört dieses Jahr eine ganz besondere Sonderausstellung auf dem berühmten Rasen vor dem Herrenhaus. Der legendäre Lamborghini Miura feiert seinen 60. Geburtstag. Im Rahmen des Schönheitswettbewerbs Cartier Style et Luxe buhlen gleich mehrere dieser seltenen Mittelmotor-Sportwagen um die Gunst der Jury. Ihr zeitloses Design zieht die Blicke an und verkörpert die reine Ära der Supersportwagen, noch bevor moderne Elektronik die Fahrleistungen bestimmte.
Einen völlig anderen Weg geht ein spektakulärer Umbau aus Woking. Die Spezialisten von Harding Auto Services zeigen ihr neues Projekt "MH-27". Auf den ersten Blick steht dort ein klassischer VW Golf der zweiten Generation.
Unter dem Blech verbirgt sich jedoch die MQB-Plattform eines modernen Golf 7 inklusive Allradantrieb und modernem DSG-Getriebe. Diese Kombination aus historischer Optik und aktueller Technik begeistert vor allem die Fans individueller Tuning-Kunst.
Schnelle Kombis und ein historisches Ungetüm
Am Stand von Audi stehen die Wegbereiter der sportlichen Avant-Modelle im Rampenlicht. Der legendäre Audi RS 2 aus den Neunzigern, den die Ingolstädter damals in Kooperation mit Porsche bauten, weckt bei vielen Besuchern Erinnerungen an die eigene Jugend.
Direkt daneben parkt ein früher RS 4 der Generation B5. Diese Fahrzeuge begründeten den Ruf der schnellen Allrad-Kombis aus Ingolstadt und genießen heute längst einen unumstrittenen Kultstatus.
Für den passenden Sound auf der legendären Bergrennstrecke sorgt zudem die Abteilung Audi Tradition. Sie schickt den neu aufgebauten Auto Union Lucca an den Start. Diese Stromlinien-Rennlimousine aus dem Jahr 1935 besitzt einen gewaltigen 16-Zylinder-Kompressormotor und demonstriert eindrucksvoll die Ingenieurskunst der Vorkriegszeit. Das laute Kreischen des Aggregats hallt durch den Park und erinnert an die ersten Rekordfahrten auf den Rennstrecken der Welt.
Porsche-Spezialist im Fokus
Der absolute Mittelpunkt des Festivals gehört dieses Jahr einem Porsche-Spezialisten. Die legendäre Riesen-Skulptur vor dem Herrenhaus, die jedes Jahr für einen anderen Hersteller neu gestaltet wird, feiert diesmal Singer.
Der Künstler Gerry Judah entwarf eine gewaltige Konstruktion, die drei Elfer-Kreationen für die Linien Classic, Classic Turbo und DLS in den Himmel trägt. Die kalifornischen Restomod-Ikonen faszinieren die Zuschauer sowohl im Stand vor dem Stable Yard als auch bei den rasanten Fahrten auf der berühmten Bergrennstrecke.
V8-Brummen und purer Rock-and-Roll
Neben den zierlichen Sportwagen sorgt eine gewaltige Dosis US-Kultur für ein echtes Kontrastprogramm auf dem englischen Rasen. Im Rahmen der diesjährigen "Americana Celebration" im Cathedral Paddock erstrahlen klassische Hot Rods, fette V8-Boliden und tiefgelegte Custom-Cars im englischen Sommerlicht.
Vor allem die legendären, rustikalen Umbauten aus der goldenen Ära des Hot Roddings ziehen die Massen an. Mit ihren freiliegenden Motoren, mächtigen Auspuffrohren und dem unverkennbaren V8-Wummerkonzert bringen sie ein Stück ehrliche Schrauber-Romantik direkt nach Sussex.
Noch bis Sonntag läuft das berühmte Festival im Süden Englands. Für Klassikfans ein absolutes Muss, denn hier stehen die Fahrzeuge nicht nur hinter Glas, sondern werden in vielen Fällen auch artgerecht den Hügel hinaufgejagt!
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