Knaus Nordwind (2026): Schluss mit kalten Füßen im Wohnwagen
Der neue Oberklasse-Caravan setzt auf ALDE-Heizung, Fußbodenwärme und Doppelboden
Wintercamping ist längst kein Nischenthema mehr. Immer mehr Camper hängen die Markise nicht im Oktober an den Nagel, sondern stehen auch im Januar auf dem Stellplatz. Genau für diese Zielgruppe legt Knaus nun eine neue Baureihe auf. Der Nordwind soll kein Wohnwagen für die Saison sein, sondern einer für das ganze Jahr.
Während der Südwind seit Jahrzehnten zu den bekanntesten Wohnwagen der Marke gehört, übernimmt der Nordwind künftig die Rolle des Spezialisten für alle, die auch bei Minusgraden unterwegs sind. Das bedeutet vor allem weniger Kompromisse bei Kälte, Feuchtigkeit und Frost.
Bildergalerie: Knaus Nordwind (2026)
Der wichtigste Unterschied steckt unter der Oberfläche. Statt auf eine klassische Warmluftheizung setzt der Nordwind serienmäßig auf eine ALDE-Warmwasserheizung. Dazu kommt eine wassergeführte Fußbodenheizung, die die Wärme gleichmäßiger im Fahrzeug verteilt als viele herkömmliche Systeme.
Ebenfalls serienmäßig an Bord ist ein beheizter Doppelboden. Dort verlaufen Teile der Installation und es entsteht zusätzlicher Stauraum. Der Vorteil liegt auf der Hand: Die Leitungen sind besser vor Frost geschützt und der Fußboden fühlt sich auch an kalten Tagen nicht wie eine Eisplatte an.
Hinzu kommen stärker isolierte Außenwände und eine optimierte Belüftung. Knaus hat den Nordwind gemeinsam mit ALDE Schweden entwickelt und die Winterfestigkeit nach eigenen Angaben gezielt über die üblichen Anforderungen hinaus ausgelegt. So verlaufen die Abwasserleitungen innerhalb des Aufbaus, optional gibt es zudem einen 40-Liter-Abwassertank.
Auch innen setzt der Nordwind weniger auf Showeffekte als auf Wohnlichkeit. Textile Wandverkleidungen, warme Farbtöne und ein insgesamt ruhigeres Design sollen dafür sorgen, dass sich der Caravan eher wie ein kleines Apartment als wie ein klassischer Wohnwagen anfühlt.
Zur Serienausstattung gehören Alu-Rahmenfenster mit Plissees, ein Kompressor-Kühlschrank mit beidseitigem Türanschlag sowie ein Hybrid-Kochfeld, das Gas und Induktion kombiniert. Beim Bettaufbau setzt Knaus auf Federteller-Lattenroste, die etwas mehr Komfort versprechen.
Auch äußerlich geht der Nordwind eigene Wege. Auffälligstes Merkmal ist das FoldXpand-Heck, das zusätzlichen Innenraum schaffen soll, ohne die Gesamtlänge unnötig wachsen zu lassen. Gleichzeitig verleiht die Konstruktion dem Caravan eine eigenständige Optik.
Dazu kommen integrierte Rangiergriffe, eine durchgehende dritte Bremsleuchte und LED-Heckleuchten. Wer etwas Abwechslung vom üblichen Weiß auf dem Campingplatz möchte, kann den Nordwind zudem optional in Silber-Metallic bestellen.
Zum Marktstart schickt Knaus drei Grundrisse ins Rennen. Der Nordwind 600 UE setzt auf Einzelbetten im Heck und eine große Rundsitzgruppe im Bug. Beim 660 UDF kombiniert Knaus die Rundsitzgruppe mit einem französischen Bett im Heck und richtet sich damit vor allem an klassische Caravan-Paare.
Die ungewöhnlichste Lösung trägt die Bezeichnung 660 PXB. Hier entsteht zwischen Küche, Bad und Schlafbereich eine großzügige Wohnlandschaft mit zusätzlicher Couch und U-förmiger Sitzgruppe. Im Heck wartet ein freistehendes Queensbett, das von beiden Seiten zugänglich ist.
Je nach Grundriss bietet der Nordwind Platz für zwei bis fünf Personen und richtet sich damit sowohl an Paare als auch an Familien. Gleichzeitig deckt die Baureihe unterschiedliche Wohnkonzepte ab – vom klassischen Einzelbett-Grundriss bis hin zur loungeartigen Queensbett-Variante.
Mit dem Nordwind reagiert Knaus auf einen Trend, der seit einigen Jahren immer stärker wird. Wintercamping ist längst mehr als nur eine Spielwiese für Skandinavien-Fans oder Dauercamper.
Wer seinen Wohnwagen möglichst das ganze Jahr über nutzen möchte, findet hier deutlich mehr als einen gut isolierten Caravan. Der Nordwind wurde genau für diesen Einsatzzweck entwickelt.
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