Ferrari Luce (2026): Wenigstens innen hübsch?
Wir sehen uns im Innenraum des ersten Elektroautos der Marke um
Der Ferrari Luce sorgt mit seinem Design für heftige Diskussionen. Es gibt nur wenige Stimmen, denen die Optik des ersten reinen Elektroautos der Marke gefällt. Ansonsten wird Ferrari gerade von einem Shitstorm überrollt. Ist es also besser, sich im Innenraum zu verbarrikadieren, um das Äußere nicht sehen zu müssen?
Deshalb wollen wir uns heute, nur wenige Stunden nach der offiziellen Präsentation, im Detail mit dem Cockpit des Luce beschäftigen: Was macht den ersten Fünfsitzer aus Maranello besonders, welche Gimmicks und welche Geheimnisse stecken in den zahlreichen speziellen Komponenten des neuen Ferrari?
Bildergalerie: Ferrari Luce (2026)
Beginnen wir beim Lenkrad – dem ersten Bauteil, das man berührt, sobald man im Ferrari Luce Platz nimmt. Das Dreispeichenlenkrad besteht aus recyceltem Aluminium, aus dem Vollen gefräst, und integriert mehrere analoge Bedienelemente, die der Fahrdynamik des Fahrzeugs gewidmet sind.
Tatsächlich handelt es sich um eine Lenkrad-Instrumenten-Einheit, bei der sich das Kombiinstrument gemeinsam mit dem Lenkrad bewegt. So bleibt die Ablesbarkeit der Informationen während der Fahrt stets optimal.
Komplett neu ist auch das e-Manettino, ein Drehregler zur Steuerung der Leistungsabgabe und der Energierückgewinnung. Neben dem klassischen Fahrmodi-Schalter gibt es außerdem Paddles zur manuellen Kontrolle des Antriebsmoments – mit einer Bedienlogik, die an die mechanischen Rückmeldungen traditioneller Sportwagen erinnern soll.
Das Cockpit setzt auf eine sehr anspruchsvolle Digitalarchitektur, die gemeinsam mit Samsung Display entwickelt wurde. Im Innenraum kommen vier OLED-Displays in unterschiedlichen Größen zum Einsatz, darunter ein mehrstufiges Kombiinstrument aus zwei übereinanderliegenden Panels, das visuelle Tiefe erzeugt und die Lesbarkeit der Informationen erleichtern soll.
Laut Ferrari sorgt diese Lösung trotz des hohen Digitalisierungsgrades für ein stärker „analoges“ Gefühl. Das drehbar ausgelegte zentrale Panel kombiniert physische Tasten für Klima und zentrale Funktionen mit einem Touchscreen für Navigation und Multimedia. Hier zeigen unsere italienischen Kollegen den Luce im Detail:
Große Aufmerksamkeit galt auch dem Audiosystem, das speziell für den Luce entwickelt wurde. Es arbeitet mit 21 Lautsprechern, einer Verstärkerleistung von 3.000 Watt und mehreren Klangmodi, die sich an Fahrsituation und Sitzposition der Insassen anpassen sollen.
Der Innenraum kombiniert italienisches Leder, Alcantara und Details aus eloxiertem Aluminium mit elektrisch verstellbaren Sitzen und optionaler Massagefunktion. Das hintere Bedienpanel teilt den Fondpassagieren die Fahrinformationen in Echtzeit mit und enthält außerdem die Bedienelemente der hinteren Klimatisierung.
Die Mittelkonsole ist mit hochwertigem italienischem Leder bezogen, während die Ablagefächer in Alcantara ausgekleidet sind. Die hinteren Türen werden über einen Knopf an der B-Säule geschlossen, der während der Fahrt deaktiviert ist.
Sogar der Schlüssel setzt auf eine ungewöhnliche Lösung: Er besteht aus Corning Gorilla Glass und nutzt E‑Ink-Technologie, die nur beim Wechsel der Anzeige Energie verbraucht. Wird er in seine Aufnahme eingesetzt, breitet sich das klassische Ferrari-Gelb vom Schlüssel aus über die gesamte Benutzeroberfläche aus. Das Einsetzen des Schlüssels startet das Fahrzeug und entriegelt den Wählhebel, sodass der Wagen fahrbereit ist.
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