Ford startet in Europa neu und plant 7 neue Modelle
Angekündigt hat man fünf komplett neue Modelle bis Ende 2029 - inklusive eines neuen Fiesta?
Ford meint es in Europa wieder richtig ernst. Bei einem Treffen mit europäischen Partnern und Händlern in Salzburg präsentierte der US-Hersteller eine ambitionierte Vision für die kommenden drei Jahre. Sie ist auch dringend nötig, der Marktanteil von Ford in Deutschland beträgt nur noch 3,3 Prozent. Ende 2025 lief zudem der beliebte Focus aus.
Der Plan basiert auf sieben neuen Fahrzeugen, einem digitalen Ökosystem für Unternehmen und der globalen Markenplattform "Ready-Set-Ford", die sich um die Kernwerte Arbeit, Performance und Abenteuer dreht. Diese Strategie bewegt sich auf zwei parallelen Schienen, um auf einem der härtesten Automobilmärkte der Welt nicht solo Marktanteile zu verteidigen, sondern wieder zu wachsen.
Die erste Säule stärkt die Nutzfahrzeugsparte Ford Pro, die in Europa seit elf aufeinanderfolgenden Jahren Marktführer ist. Diese Palette wird ab sofort durch den Ranger Super Duty ergänzt – die extremste Version des ebenfalls seit elf Jahren meistverkauften Pick-ups in Europa. Entwickelt für härteste Einsätze wie Rettungsdienste, Forstwirtschaft, Bergbau und Militär, bietet er ein zulässiges Gesamtzuggewicht von 8 Tonnen, bis zu 4,5 Tonnen Anhängelast und knapp 2 Tonnen Nutzlast.
Bildergalerie: Ford Transit City (2026)
Verstärkte Aufhängungen, Unterfahrschutz und eine erhöhte Bodenfreiheit gehören zum Standard. Das Gegenstück für die Stadt ist der Transit City: ein voll elektrischer Transporter für urbane Flotten. Er erscheint bis Ende 2026 in drei Varianten – inklusive einer Fahrgestell-Version für individuelle Aufbauten – und reagiert direkt auf die Zunahme von Umweltzonen.
Die zweite Schiene belebt das Pkw-Segment mit fünf neuen Modellen mit flexiblen Antriebsformen (Multi-Energie) bis Ende 2029. Alle werden in Europa gebaut und spiegeln optisch die über 100-jährige Rallye-Tradition der Marke wider.
Geplant sind ein neues europäisches Mitglied der Bronco-Familie, ein kompaktes Multi-Energie-SUV (ab 2028 im Werk Valencia), ein sportliches Elektroauto im B-Segment (wohl ein Ableger des Renault 5), ein kleines urbanes E-SUV im gleichen Designstil sowie zwei weitere Multi-Energie-Crossover bis 2029.
Trotz des klaren Bekenntnisses zur Emissionsfreiheit warnt Ford die europäischen Regulierungsbehörden: Die politischen Vorgaben müssen zur realen Kundennachfrage passen. Zu strenge Fristen drohen die Erneuerung der bestehenden Fahrzeugflotten zu verlangsamen.
Der Hersteller fordert daher mehr Offenheit für Übergangstechnologien wie Plug-in-Hybride (PHEV) und Elektrofahrzeuge mit Range Extender (REEV) sowie gezielte Unterstützung für Kleinunternehmen, die unter der lückenhaften Ladeinfrastruktur und schleppenden Netzanschlüssen für ihre Betriebshöfe leiden.
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