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Mazda will mit neuem CX-3 ab 2027 mehr Stückzahlen erzielen

Eines der ältesten Modelle des Unternehmens steht kurz vor einer Erneuerung.

Mazda Vision X-Compact-Konzept 2025
Bild von: Mazda

Während Enthusiasten geduldig auf einen neuen MX-5/Miata warten, wird ein anderes Modell, das seit mehr als einem Jahrzehnt am Markt ist, bald erneuert. Und zwar 2027, wenn die zweite Generation des CX-3 in den Handel kommt. In einem offiziellen Dokument zum kürzlich abgeschlossenen Geschäftsjahr in Japan erwähnt Mazda einen neuen Einstiegs-CX.

Wörtlich heißt es dort: "Additionally, we are investing and developing in Thailand to launch the next-generation CX-3 next year to steadily capture the volume segment." Übersetzt: Darüber hinaus investieren und entwickeln wir in Thailand, um im nächsten Jahr die nächste Generation des CX-3 auf den Markt zu bringen und so das Volumensegment kontinuierlich zu erschließen.

Mazda CX-3 (2021)

Mazda CX-3 (2021)

Der aktuelle CX-3 ist inzwischen deutlich in die Jahre gekommen: Er ist seit Ende 2014 auf dem Markt. Mazda stellte das Modell in den USA und in Europa 2021 ein, um Platz für den CX-30 zu schaffen – in anderen Märkten wird das kompakte Crossover aber weiterhin angeboten. Nun soll er endlich in die zweite Generation wechseln, die Produktion ist in Thailand geplant.

Die Fertigung erfolgt bei Auto Alliance Thailand (AAT). In diesem Mazda-Ford-Joint-Venture wurden seit der Inbetriebnahme des Werks in Rayong im Jahr 1995 mehr als vier Millionen Fahrzeuge gebaut. Der künftige CX-3 ist dabei nicht nur für den lokalen Markt vorgesehen: Mazda will das Modell auch nach Japan und in weitere Länder Südostasiens exportieren. Ob auch nach Europa, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch ungewiss.

Bild von: Mazda

Details zum nächsten CX-3 sind bislang rar. Mazda hat jedoch bestätigt, dass es eine elektrifizierte Variante geben wird – ohne zu konkretisieren, um welche Art von Hybridantrieb es sich handelt. Offen ist außerdem die Frage nach der Plattform, die im aktuellen Modell bereits 12 Jahre auf dem Buckel hat. Eine Überarbeitung der bestehenden Basis wäre keine große Überraschung, zumal auch der CX-5 für 2026 nicht komplett neu ausfällt.

Auch wenn die Ankündigung ohne Teaser-Bilder auskommt, hat Mazda bereits angedeutet, wohin die Reise geht. Auf der Japan Mobility Show im vergangenen Jahr zeigte der Vision X-Compact die künftige Richtung bei kleinen Fahrzeugen. Das Konzept trat als sehr kompakter Hatchback auf und dürfte einen Ausblick auf die nächste Generation des Mazda 2 gegeben haben – ein Crossover-Ableger lässt sich daraus aber leicht ableiten.

Mit dem CX-3 für 2027 will Mazda ein "Volumen-Segment" adressieren, allerdings rechnen wir nicht mit einem weltweiten Vertrieb. Der CX-30 dürfte in vielen Regionen weiterhin den Einstieg in die SUV-Palette der Marke markieren, während sich der CX-3 vor allem auf asiatische Märkte konzentriert.

Mazda hält am Namen CX-3 fest, statt auf CX-20 zu wechseln – eine Bezeichnung, die seit einiger Zeit in japanischen Magazinen kursiert. Man könnte argumentieren, dass CX-20 besser passen würde, weil es den kleinen Crossover namentlich näher an die größeren SUVs der Marke rückt. Danach sieht es derzeit jedoch nicht aus – es sei denn, ein separater CX-20 wird für andere Märkte entwickelt.

Auch wenn manche von uns vom x-ten SUV langsam genug haben, ist Mazda offenbar überzeugt, dass neben dem CX-30 noch Platz für einen neuen CX-3 ist. Aus wirtschaftlicher Sicht ist die Strategie nachvollziehbar, denn das kommende Modell dürfte günstiger positioniert sein und damit Käufer ansprechen, die den Aufpreis für den CX-30 nicht zahlen wollen.