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Adamastor Furia Hypercar: 650-PS-V6 trifft auf Leichtgewicht

Eine Firma aus Portugal will die europäische Supersportwagen-Elite herausfordern – und träumt bereits von Le Mans

Adamastor Furia
Bild von: Adamastor

Es gibt einen neuen Hauptdarsteller in der Szene der Supersportwagen und er kommt aus einem Land, das in diesem Segment bislang kaum vertreten war: Der Adamastor Furia und ist das erste Modell von Adamastor Supercars, einem jungen portugiesischen Unternehmen mit Sitz in Porto, das Rennsport-Technologie auf die Straße bringen will.

Das Projekt ist allerdings nicht bloß eine Designstudie, sondern der Startpunkt für ein deutlich ambitionierteres Hypercar-Programm, das sogar den Motorsport im Blick hat, mit der Idee, perspektivisch bei den 24 Stunden von Le Mans anzutreten. Die Straßenversion startet bei 1,6 Millionen Euro, natürlich zuzüglich Mehrwertsteuer.

Konsequent um den Luftstrom herum entwickelt

Die Furia wurde auf einem weißen Blatt Papier entwickelt – mit einem Ansatz, bei dem Aerodynamik von Beginn an eine zentrale Rolle spielte. Die Karosserie, komplett aus Carbonfaser, verdeckt die aufwendige Arbeit am Unterboden: Dort erzeugen zwei Venturi-Kanäle einen Großteil des Abtriebs. So lässt sich der Einsatz klassischer Aero-Anbauteile reduzieren – und die Linien bleiben vergleichsweise sauber, ohne an Funktion einzubüßen.

Adamastor Furia

Adamastor Furia: Rennsport-Aerodynamik und geringes Gewicht

Bild von: Adamastor

Die Proportionen entsprechen denen eines kompromisslosen Supersportwagens: 4,56 Meter lang, über 2,2 Meter breit und nur etwas mehr als einen Meter hoch. Das Ergebnis ist ein sehr flaches und breites Auto, ausgelegt auf maximale Stabilität bei hohem Tempo. Das Zweisitzer-Cockpit ist in eine Monocoque-Struktur mit integriertem Überrollbügel eingebunden – eine Lösung, die direkt aus dem Rennsport kommt.

Nur rund eine Tonne Leergewicht

Ein Schlüsselelement der Furia ist das geringe Gewicht von rund 1.050 Kilogramm. Möglich wird das durch den umfangreichen Einsatz von Carbon sowie eine konsequent auf Masse-Reduktion ausgelegte Konstruktion. Das Layout: längs eingebauter Mittelmotor und Hinterradantrieb – eine Konfiguration, die Balance und Fahrdynamik priorisiert.

Voll einstellbare Doppelquerlenker-Fahrwerke erlauben die Anpassung des Set-ups an unterschiedliche Bedingungen. Die Bremsanlage von AP Racing setzt auf Aluminium-Sättel mit sechs Kolben vorn und vier Kolben hinten. Auch der Antriebsstrang orientiert sich am Rennsport: Ein sequenzielles Hewland-Getriebe wird über Schaltpaddles am Lenkrad bedient.

Adamastor Furia

Adamastor Furia, der Fahrerplatz, um die 650 PS zu bändigen

Bild von: Adamastor

Das 650-PS-Herz aus dem Ford GT

Unter der Karosserie arbeitet ein 3,5-Liter-V6-Biturbo, entwickelt von Ford Performance für den Ford GT. Er leistet über 650 PS und stellt 571 Nm Drehmoment bereits bei niedrigen Drehzahlen bereit. Adamastor nennt für die Straßenversion einen Sprint von 0 auf 100 km/h in etwa 3,5 Sekunden sowie eine Höchstgeschwindigkeit von über 300 km/h.

Geplant sind sowohl eine straßenzugelassene Variante als auch eine deutlich extremere Auslegung für die Rennstrecke – mit Abtriebswerten von bis zu 1.800 Kilogramm bei 250 km/h. Beeindruckende Zahlen, die den Anspruch von Adamastor unterstreichen, in der Klasse der Hochleistungs-Supersportwagen mit etablierten Marken konkurrieren zu wollen.

Von der Straße in Richtung 24 Stunden von Le Mans?

Die Produktion ist auf rund 60 Exemplare limitiert. Gefertigt wird in Portugal in handwerklicher Manufakturarbeit, jedes Fahrzeug wird von einem dedizierten Team montiert. Das ermöglicht ein hohes Maß an Individualisierung und eine direkte Qualitätskontrolle.

Adamastor Furia

Adamastor Furia und das Entwicklungsteam aus Portugal

Bild von: Adamastor

Hinter der Furia steht eine klare Vision: ein Supersportwagen, der Technologie, Performance und nationale Identität verbindet. Adamastor will die Plattform als Grundlage für weitere Entwicklungen auch im Racing nutzen, inklusive eines möglichen Einsatzes bei den 24 Stunden von Le Mans. Ein ambitionierter Weg, der die portugiesische Marke mit den großen Namen des internationalen Langstreckensports zusammenbringen könnte.