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RML GT Hypercar: Hier steckt ein Porsche 911 drunter
Die Inspiration soll von den Le-Mans-GT1-Rennwagen der 1990er stammen

Bild von: RML Group
Roland Hildebrandt 
Von: Roland Hildebrandt
27. Apr. um 18:05 Uhr
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Die RML Group hat mit dem GT Hypercar (interne Bezeichnung P39) ein umfassend modifiziertes Fahrzeug auf Basis des Porsche 911 vorgestellt. Die technische Grundlage bildet die Generation 992 des Porsche 911 Turbo S, deren Plattform, Antriebsarchitektur und Grundlayout als Ausgangspunkt für das Projekt dienen.
Auf dieser Basis wurde ein vollständig überarbeitetes Fahrzeugkonzept entwickelt, das sowohl für den Straßeneinsatz als auch für den Hochleistungsbetrieb ausgelegt ist. Am 25. April präsentierte die RML Group im Rahmen der Veranstaltung Air / Water in Costa Mesa, Kalifornien, eine weitere Einzelanfertigung des GT Hypercar. Das Fahrzeug ist vom US-amerikanischen Rennfahrer Graham Rahal inspiriert und stellt eine individuell konfigurierte Ausführung des P39-Konzepts dar.
Bildergalerie: RML Group P39 GT Hypercar (2026)

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Quelle: RML Group
Das 4,70 Meter lange Konzept orientiert sich gestalterisch und technisch an der GT1-Ära der 1990er-Jahre. Diese Referenz zeigt sich in der Auslegung der Aerodynamik, der fahrdynamischen Abstimmung sowie in der funktionalen Gestaltung des Gesamtfahrzeugs. Ziel ist eine Verbindung aus hoher Leistungsfähigkeit und nutzbarer Alltagstauglichkeit.

Optische Inspiration: Porsche 911 GT1 Straßenversion (1998)
Bild von: Porsche
Die Karosserie basiert weiterhin auf der 911-Architektur, die Porsche-Gene schimmern vorne und hinten durch. Sie wurde jedoch in nahezu allen relevanten Bereichen verändert. Dazu zählen die vollständig aus Carbonfaser gefertigte Außenhaut, die modifizierte Aerodynamik sowie Anpassungen an Fahrwerk und Antriebssystem. Sichtcarbon-Elemente sind unter anderem in Lufteinlässen, Stoßfängern und am Heckflügel integriert. Die Lackierung des präsentierten Fahrzeugs ist in einem kräftigen Orangeton ausgeführt und wird durch dunkle Felgen sowie farblich abgestimmte Bremssättel ergänzt.
Im Mittelpunkt der technischen Entwicklung steht ein stark modifizierter 3,8-Liter-Boxermotor mit Biturboaufladung. Die Leistung liegt je nach Fahrmodus zwischen etwa 600 PS im "Wet"-Modus, rund 750 PS im Normal-Modus und bis zu 912 PS im Sport- bzw. Track-Modus. Das maximale Drehmoment beträgt bis zu 1.000 Nm bei 4.500 U/min, über 800solen es schon bei 3.000 Umdrehungen sein. Die Kraftübertragung erfolgt über ein 8-Gang-Doppelkupplungsgetriebe in Verbindung mit einem Allradsystem, das aus der Serienbasis übernommen und angepasst wurde.
Ergänzend kommen aktive aerodynamische Systeme an Front und Heck zum Einsatz. Zusätzlich stehen mehrere Fahrmodi zur Verfügung, die unterschiedliche Leistungs- und Fahrzeugcharakteristiken ermöglichen. Die Abgasanlage besteht aus Inconel und ist auf thermische Belastbarkeit im Hochleistungsbetrieb ausgelegt.

RML Group P39 GT Hypercar (2026)
Bild von: RML Group
Die Fahrdynamik wird durch ein variables Setup bestimmt, das mehrere Charakteristiken ermöglicht. Neben den Leistungsmodi stehen unterschiedliche aerodynamische und fahrwerksseitige Konfigurationen zur Verfügung. Dazu gehören eine hydraulisch regelbare Fahrhöhe, eine adaptive Dämpferabstimmung sowie ein aktives Aerodynamiksystem. Dieses umfasst einen verstellbaren Heckflügel, einen adaptiven Frontsplitter und einen Fahrer aktivierbaren Drag-Reduction-Modus (DRS).
Im Track-Setup wird eine deutlich erhöhte Abtriebsleistung erreicht, die laut Hersteller deutlich über dem Niveau des serienmäßigen 911 Turbo S liegt. Angeblich sei eine Zeit von 6:45 auf der Nordschleife des Nürburgrings möglich.

RML Group P39 GT Hypercar (2026)
Bilder von: RML Group

RML Group P39 GT Hypercar (2026)
Der Innenraum folgt einem funktionalen Konzept mit klarer Ausrichtung auf den Fahrer. Verwendet werden Leder- und Alcantara-Oberflächen in einer Kombination aus Grau-, Orange- und Schwarztönen. Ein integrierter halber Überrollkäfig aus Stahl unterstreicht den motorsportlichen Charakter. Die Innenraumgestaltung ist auf eine reduzierte Bedienstruktur und eine direkte Fahrerumgebung ausgelegt.
Das Fahrzeug ist Teil eines individualisierten Fertigungsansatzes der RML Group, bei dem technische Basisfahrzeuge des Porsche 911 durch umfangreiche Entwicklungsmaßnahmen in eigenständige Hochleistungsfahrzeuge überführt werden. 39 Fahrzeuge sind insgesamt geplant. Die Zusammenarbeit mit Graham Rahal bzw. seinem Umfeld dient dabei als gestalterischer Bezugspunkt für diese spezifische Ausführung.
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