Fiat 600: Neuer Basis-Benziner, aber ist das wirklich sinnvoll?
Der nicht hybridisierte Benziner kommt mit Schaltgetriebe, ist aber nur geringfügig günstiger als der Automatik-Mildhybrid
Erinnern Sie sich noch an den Sommer 2023? Fiat präsentierte den neuen 600 und betonte dabei vor allem die elektrische Zukunft. Der 4,17 Meter-Crossover, der technisch eng mit dem Jeep Avenger verwandt ist, startete als reiner Stromer mit 156 PS. Kurze Zeit später schob man den Hybrid mit 100 PS nach. Nun macht Fiat die Rolle rückwärts komplett: Ab sofort ist der Fiat 600 auch als klassischer Turbobenziner ohne Elektro-Unterstützung bestellbar.
Drei Zylinder und ein Schaltgetriebe
Inzwischen umfasst die Motorenpalette zwei 1,2-Liter-Mildhybride mit 110 und 145 PS, weiterhin den rein elektrischen 600 mit 156 PS sowie zwei heiße und ebenfalls elektrische Abarth-Varianten mit 240 und 280 PS.
Jetzt also eine neue Einstiegsvariante, wie Peugeot es auch gerade erst beim kompakten 208 und beim 2008 gemacht hat. Der 1,2-Liter-Dreizylinder-Turbo mit Steuerkette leistet 74 kW (100 PS) und gibt seine Kraft über ein manuelles Sechsganggetriebe an die Vorderräder ab. Wer also keine Lust auf das automatisierte Doppelkupplungsgetriebe des Hybriden hat, darf hier wieder selbst zum Schalthebel greifen.
Fiat gibt den kombinierten Verbrauch mit 5,7 Litern auf 100 Kilometer an, was einem CO2-Ausstoß von 129 g/km entspricht. Damit sortiert sich der reine Verbrenner erwartungsgemäß etwas oberhalb des Mild-Hybriden ein, der mit 4,8 Litern auskommt.
Bildergalerie: Fiat 600 (2026) Sondermodell Street
Passend zum Marktstart legt Fiat das Sondermodell „STREET“ auf. Unter anderem 18-Zoll-Leichtmetallfelgen in Schwarz, eine Zweifarblackierung mit schwarzem Dach und Kontrasten in „Gelato Weiß“ sowie LED-Nebelscheinwerfer gehören zum Paket. Auch im Innenraum geht es dunkel zu, mit schwarzen Sitzbezügen, die ein weißes Fiat-Logo tragen, und einem ebenfalls schwarzen Dachhimmel. Technisch ist alles Wichtige an Bord, vom 10,25-Zoll-Monitor für das Infotainment bis hin zu Apple CarPlay und Android Auto.
Preise und Markteinordnung
So richtig nötig scheint der neue Einstiegsverbrenner nicht. Er kostet mindestens 24.490 Euro (Leasing ab 179 Euro) für die Ausstattungslinie „POP“. Zum Vergleich: Der sparsamere Mildhybrid mit Doppelkupplungsgetriebe ist in der gleichen Ausstattung nur 1.000 Euro teurer.
Besser wird es, wenn man zu einem höheren Trimmlevel greift. Das Sondermodell STREET sowie die noble „LA PRIMA“-Variante markieren mit jeweils 28.490 Euro das obere Ende der Preisliste für den 100-PS-Handschalter. Hier spart man 2.000 Euro gegenüber dem 110-PS-Mildhybrid. Der Fiat 600 mit neuem Basis-Benziner ist ab sofort verfügbar.
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