Audi GT50 Concept: Schöner kann man den Fünfzylinder nicht ehren
Die Audi-Azubis haben mal wieder gezaubert und wir fordern den sofortigen Bau dieser kantigen Großartigkeit
Kaum zu glauben, aber Audis legendärer Fünfzylinder wird im nächsten Jahr stolze 50. Der Debütauftritt des ersten Fünfzylinders erfolgte 1976 im Audi 100. Zur Feier dieses Jubiläums hat eine Gruppe engagierter Auszubildender ein ganz besonderes Konzeptfahrzeug geschaffen, das wohl nicht nur die Mitglieder dieser Redaktion ein bisschen träumen lässt.
Der Audi GT50 entstand in Neckarsulm und wurde von 14 Audi-Auszubildenden entwickelt. Unter Anleitung ihrer Ausbilder sowie von Timo Engler, Leiter der Ausbildung für Fahrzeugtechnik, Logistik und Betriebswirtschaft am Standort Neckarsulm, dauerte das Projekt rund sechs Monate.
Die Werkstattarbeit beinhaltete umfangreiche Karosserie- und Formarbeiten. Die Karosserie besteht aus sechs Bauteilen aus glasfaserverstärktem Kunststoff. Die Auszubildenden übernahmen das Bearbeiten der Formen, das Füllen von Rissen, das Aufbringen von Laminatschichten und die Lackierung.
Auf den ersten Blick lässt sich kaum erahnen, dass unter dem kantigen, scharf gezeichneten Blech ein serienmäßiger RS 3 steckt. Die Auszubildenden zerlegten das Fahrzeug vollständig und entfernten sämtliche Karosserieteile, inklusive Motorhaube, Türen, Scheiben und Kofferraumdeckel. Anschließend erhielt der Wagen seine komplett neu gestaltete und - wie wir finden - betörend scharf geformte Außenhaut.
Die Karosserie besteht aus leichtem glasfaserverstärktem Kunststoff und nicht aus klassischem Stahlblech oder Carbon. Am ultrakantigen Heck verbessern ein groß dimensionierter Diffusor und ein Spoiler die Aerodynamik. Das Dach stammt von einem originalen Audi 80.
Gestalterisch orientiert sich der GT50 stark an Audis Motorsportgeschichte und zitiert Ikonen wie den Audi 90 Quattro IMSA GTO. Audi selbst räumt ein, dass ein heutiger 90 Quattro durchaus so aussehen könnte wie der hier gezeigte GT50.
Im Innenraum entfernten die Auszubildenden die komplette Serienausstattung des RS 3 und ersetzten sie durch echtes Rennsport-Equipment. Selbst der Überrollbügel entstand in Handarbeit. Allein dessen Fertigung nahm rund zwei Wochen in Anspruch.
Bildergalerie: Audi GT50 Studie
Für den Antrieb sorgt natürlich Audis bekannter 2,5-Liter-TFSI-Fünfzylinder, der es aktuell im RS 3 auf 400 PS und 500 Nm Drehmoment bringt und so für recht hemmungslose Fahrleistungen sorgt. Offiziell geht es im RS 3 in 3,8 Sekunden von 0-100 km/h, im Sondermodell RS 3 Performance Edition sind zudem 300 km/h Spitze drin.
„Mit diesem Projekt zeigen unsere Auszubildenden eine beeindruckende Innovationskraft, Leidenschaft und Teamarbeit. Das sind Eigenschaften, die die neue Generation auszeichnen“, sagt Xavier Ros, Vorstand für Personal bei Audi.
Es ist nicht das erste Mal, dass Audi-Auszubildende für Aufsehen sorgen. Auch der elektrische NSU Prinz entstand in Neckarsulm. Gleiches gilt für den RS 6 GTO von 2020. Er wurde später sogar in abgewandelter Form als RS 6 GT zum Serienmodell. Der GT50 setzt diese Reihe außergewöhnlicher Konzeptfahrzeuge nun konsequent fort. Wir plädieren stark für eine umgehende Serienfertigung dieses Schmuckstücks, sind uns aber leider ziemlich sicher, dass das nie passieren wird.
Quelle: Stimme
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