Mercedes-AMG SL und Maybach SL 680 Facelift (2026): Stern jetzt auch im Tagfahrlicht (Update)
Neue Erlkönigbilder zeigen überarbeitete Scheinwerfer: Die Designer kriegen offenbar nicht genug vom Stern
Update vom 20. Januar 2026: Unseren Erlkönig-Jägern sind zwei neue Prototypen des AMG-Roadsters vor die Linsen gefahren. Es handelt sich zum einen um einen SL 63, zum anderen um einen Mercedes-Maybach SL 680. Auffälligste Neuerung bei beiden: Das Tagfahrlicht in den Hauptscheinwerfern mutiert zum Stern.
Damit setzt ich ein Trend fort. Seit ein paar Jahren scheinen sich die Mercedes-Designer an ihren Markenlogos gar nicht mehr satt sehen zu können. Als Beispiele dienen hier die Sterne in den Rückleuchten der aktuellen E-Klasse und des neuen CLA. Letzterer hat zudem viele kleine Sterne im Grill. Beim Maybach-SL, um den es auch hier geht, hat man viele kleine "Doppel-Ms" auf die Motorhaube gepackt. Gediegene Zurückhaltung geht sicher anders, allerdings sind solche Spielereien in einigen wichtigen Märkten gefragt.
Bildergalerie: Mercedes-Maybach SL 680 Facelift (2026) Erlkönig
Hier unser ursprünglicher Artikel vom 13. November 2025:
Man ist fast verleitet, von "Aktion Sorgenkind" zu sprechen. Denn in Deutschland liegen die Verkäufe des aktuellen Mercedes-AMG SL, der seit 2022 als Gemeinschaftsprojeht mit AMG auf den Markt ist, auf überschaubarem Niveau. Exakt 1.045 Fahrzeuge wurden 2024 hierzulande neu zugelassen.
Das mag auch an den Preisen liegen. Die Baureihe R 232, wie sie intern heißt, beginnt bei 126.229 Euro für den 421 PS starken SL 43 mit Vierzylinder. Ohne Extras, versteht sich. Nun macht sich Mercedes-AMG daran, den SL aufzufrischen. Jedoch fällt die sogenannte "MoPf" (Modellpflege) äußerlich ziemlich dezent aus.
Bildergalerie: Mercedes-AMG SL Facelift (2026) als Erlkönig
In jedem Fall kommt die Erlkönig-Sichtung überraschend: Während Mercedes-AMG noch am Nachfolger des GT arbeitet, plant das Unternehmen offenbar ein Facelift für dessen Schwestermodell, den SL. Unser Mann am Nürburgring in Deutschland sichtete einen frühen Prototypen, der auf eine überarbeitete Version des SL 63 hindeutet.
Bisher beschränken sich die Änderungen offenbar auf die Frontpartie, doch auch am Heck ist eine Überarbeitung zu erwarten – ebenso wie ein frisches Interieurdesign. Begleitend zum optischen Update dürften auch technische Neuerungen bei Fahrerassistenzsystemen, Konnektivität und Infotainment Einzug halten.
Noch unklar ist, ob AMG dem 4-Liter-V8 zusätzliche Leistung entlocken wird. Im Prinzip ist der Motor keineswegs schwach aufgestellt, doch angesichts der wachsenden Konkurrenz aus dem Elektrobereich mit bis zu 1.000 PS würden einige Extra-PS bei Kunden sicher gut ankommen. Offen bleiibt auch, ob sich der SL 63 vom Plug-in-Hybrid verabschiedet oder nicht.
Der Mercedes‑AMG SL der Baureihe R 232 ist in mehreren Antriebsvarianten erhältlich. Den Einstieg bildet der SL 43 mit einem 2,0‑Liter‑Turbovierzylinder, der 280 kW (381 PS) leistet. Darüber rangiert der SL 55 4MATIC+ mit einem 4,0‑Liter‑V8 und 350 kW (476 PS). Die Topvariante des klassischen V8 ist der SL 63 4MATIC+, der 430 kW (585 PS) liefert.
Bildergalerie: Mercedes-AMG SL 63 Facelift (2026) Erlkönig
Ergänzt wird das Angebot durch den SL 63 S E Performance als Plug-in-Hybrid, bei dem ein 4,0‑Liter‑V8-Benziner mit einem Elektromotor kombiniert wird und zusammen auf 450 kW plus 150 kW (612 PS + 204 PS) kommt. Schließlich gibt es noch den Maybach SL 680 Monogram Series, der auf dem Antrieb des SL 63 4MATIC+ basiert und die Luxusvariante der Baureihe darstellt.
Mercedes‑AMG stellte im Dezember 2024 beim Großen Preis von Abu Dhabi das auf 250 Exemplare limitierte Sondermodell PureSpeed vor, das auf dem SL basiert. Es ist das erste Fahrzeug der sogenannten Mythos-Serie und verfügt anstelle einer klassischen Windschutzscheibe über ein Halo-System.
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