Einraumwohnung mal anders: Leben in einem Smart
Ja, das ist freiwillig. Nein, es hat kein Badezimmer. In den USA ist bekanntlich alles möglich ...
Wohnen in einem Smart - das klingt schon sehr nach Folter. Kai aus den USA macht das aber angeblich freiwillig. Und auch wenn das Video in Englisch ist, sollten Sie es sich ansehen. Da fühlt sich die eigene kleine Wohnung unter Umständen gleich wie ein Palast an ...
Technisch gesehen, haben wir diesen Beitrag unter Wohnmobile kategorisiert. Aber täuschen Sie sich nicht, dieser "Camper" ist nicht einmal annähernd ein Wohnmobil. Es handelt sich um einen 2006er Smart Fortwo, aber in diesem Fall ist im Inneren kaum Platz für einen. Denn dieses kleine Auto ist das Vollzeitwohnheim einer unerschrockenen Frau namens Kai, die sich zur Ruhe setzen wollte, es sich aber nicht leisten konnte, ohne einige drastische Maßnahmen zu ergreifen.
Das Leben in einem Smart ist in der Tat drastisch, aber wie wir in diesem Video von CheapRVliving auf YouTube sehen, hat sie es geschafft. Kai wollte mit 65 Jahren in Rente gehen, hatte aber nicht das nötige Geld dafür. Was sie jedoch hatte, war das Auto. Dass sich ein Smart nicht unbedingt als Vollzeit-camper aufdrängt, war ihr klar.
Sie fand aber heraus, dass sie sich ausstrecken und schlafen konnte, wenn sie auf der Beifahrerseite lag und ihren Kopf fast an die Windschutzscheibe legte. Kurz gesagt, so wurde dieser Smart Fortwo zum Wohnmobil.
Ganz so einfach ist es natürlich nicht.
Schlafen ist so ziemlich alles, wofür Kai in dem Auto Platz hat. Das Bett besteht aus zwei kleinen Luftmatratzen in Schlafsäcken, die sie hoch oben auf der Beifahrerseite platziert. Um in die richtige Position zu kommen, muss sie ein wenig manövrieren, und ihr Kopf ist so nah an der Windschutzscheibe, dass sie durch sie hindurchsehen kann. Aber wenn sie erst einmal in Position ist, kann sie sich mit ein paar Zentimetern Abstand ausstrecken. Sie sagt, es sei bequem, aber wir haben da unsere Bedenken.
Küche ist nicht, Bad ebensowenig. Kai ist aber ein "erfahrener Backpacker", wie es im Video heißt. Für den Fall von schlechtem Wetter hat sie eine Wanne voll mit Katzenstreu, die auch benutzt wird.
Der hintere Teil des Autos ist mit mehreren Eimern gefüllt. Das ist der einzige wirkliche Stauraum, in dem das Nötigste aufbewahrt wird. Das reicht von Küchenutensilien und einem kleinen Herd bis hin zu Lebensmitteln, Kleidung und Autoteilen. Vor dem Beifahrersitz befindet sich ein Drei-Gallonen-Wassertank, und Kai bewahrt dort auch einige Körperpflegeprodukte auf.
"Man muss schon ein bisschen wendig sein, um das zu schaffen", sagt Kai im Video und meint damit die körperliche Manövrierfähigkeit. Das Herumklettern auf so engem Raum erfordert dies und hält bestimmt auch fit. Aber es gibt auch einen metaphorischen Aspekt dieser Beweglichkeit. Es kann nicht einfach sein, sich in eines der kleinsten Autos der Welt zu zwängen, um darin zu leben. Aber irgendwie schafft Kai das schon.
Es ist schon erstaunlich, wie stark sich Menschen einschränken können, wenn es durch welche Umstände auch immer nötig ist. Mag sein, dass Kai damit gut klar kommt, aber empfehlenswert ist sowas sicher nicht.
Quelle: CheapRVliving / YouTube
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