Aston Martin DB12 AMR (2026) als Erlkönig erwischt
Der britische Sportler bekommt eine krasse Endgegner-Version ...
Wenn sich ein Aston Martin auf dem Nürburgring die Kante gibt, ist das immer ein bisschen wie Smoking im Boxring – stilvoll, aber nicht zu unterschätzen. Und was da jetzt mit satter Tarnfolie und bollerndem Vierrohr-Gebläse über die Nordschleife fegt, dürfte bei Zuffenhausen und Maranello für Stirnrunzeln sorgen: Der DB12 bekommt eine AMR-Version – und die hat es offenbar in sich.
Schon der Standard-DB12 ist mit 680 PS aus dem AMG-V8 nicht gerade ein Kind von Traurigkeit. Doch beim AMR (Aston Martin Racing) st alles eine Spur schärfer, lauter, breiter. Tiefer auch – jedenfalls deutet der neue Frontsplitter darauf hin, dass hier nicht nur optisch nachgeschärft wurde. Dazu neue Seitenschweller und ein knackig überarbeiteter Heckabschluss mit vier Endrohren, die mehr nach Werkstattgewitter als nach Gentlemen’s Club klingen.
Bildergalerie: Aston Martin DB12 AMR (2026) als Erlkönig
Und dann wäre da noch das große Fragezeichen unter der Haube. Während der V8 nach wie vor ein heißer Kandidat ist, deuten die akustischen Eindrücke und das Format der Auspuffanlage auf ein Comeback des V12 hin – vielleicht nicht in voller 835-PS-Vanquish-Montur, aber mit deutlich mehr Druck als bisher. 750 PS scheinen realistisch. Schließlich geht es um das sportliche Topmodell, nicht um höfliche Zurückhaltung.
Die Testfahrten auf dem Nürburgring lassen vermuten, dass Aston Martin auch das Fahrwerk ernsthaft überarbeitet hat. Wer sich freiwillig über die Curbs mit Highspeed befördert, hat entweder viel Vertrauen in seine Dämpfer – oder einen Termin beim Chiropraktiker. In diesem Fall wohl Ersteres. Der DB12 AMR zeigt sich in der Kurvenhatz erstaunlich souverän, auch wenn das Tarnkleid noch nicht viel über die finalen Formen verrät.
Zu sehen bekommen wir das fertige Modell erst Anfang 2026. Bis dahin dürfen wir weiter spekulieren, horchen und hoffen. Auf ein klassisch-muskulöses GT-Coupé, das sich vom Understatement verabschiedet und ganz offiziell auf Angriff fährt. Vielleicht nicht mit der Lizenz zum Töten – aber mit der Lizenz zum Donnern.
Quelle: Automedia
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