Audi A7 (2025): Hier fährt die komplette Verbrenner-Familie
Limousine, Avant, Allroad und RS 7 des A6-Nachfolgemodells erwischt
Aus Raider wird Twix, sonst ändert sich nix. So wurde einst die Namensänderung bei einem Schokoriegel beworben. Nicht unähnlich ist es bei Audi: Dort heißt jetzt der A4-Nachfolger A5, da die geraden Zahlen künftig den Elektromodellen vorbehalten bleiben. Und so wird es nur noch den A6 e-tron geben, während der bisherige Verbrenner-A6 zum A7 mutiert.
Es bleibt aber bei der kompletten Familie bestehend aus Limousine, Avant, Allroad und RS. Das zeigen jetzt Erlkönigaufnahmen all dieser Fahrzeuge. Der Weg in die elektrische Zukunft ist zunächst zweigleisig: Der vollelektrische Audi A6 e-tron wird begleitet von einem hybridisierten Verbrenner namens Audi A7 in den Varianten Limousine und Avant - und in den Varianten Allroad, S7 und RS 7.
Bildergalerie: Audi A7, Audi A7 Avant, Audi RS7 Avant und Audi A7 Allroad (2026) Erlkönigfotos
Der letzte neue Audi mit Verbrennungsmotor soll übrigens im Jahr 2027 auf den Markt kommen - rund zwei Jahre nach dem nächsten Audi A6, sorry, Audi A7. Sowohl die technische Strategie als auch die Änderung der Nomenklatur bedürfen einer Erklärung. Beginnen wir mit dem Antrieb: Während entscheidende Randbedingungen wie die kommende Abgasnorm Euro 7 und die damit verbundenen Kosten die Richtung vorgeben, muss der Weg zur Elektromobilität aufgrund der nur langsam wachsenden Akzeptanz bei den Kunden mehrgleisig sein.
Mit der Markteinführung des neu interpretierten Audi A7 rechnen wir nicht vor Mitte 2025, vielleicht auch erst 2026. Dieser wird wie beim kleineren A5 auf einer weiterentwickelten MLB-Plattform basieren, die dann - parallel zur elektrischen Plattform - PPC heißen wird, was für Premium Platform Combustion steht. Die künftigen Verbrennungsmotoren (inklusive Diesel) dürften wie schon im A5 zunehmend mildhybridisiert sein oder als Plug-in-Hybride mit größeren Batterien und geschicktem Packaging eine rein elektrische Reichweite von rund 100 Kilometer erreichen.
Audi A7 Avant (2026) Erlkönigfotos
Wie beim A5 dürfte auch beim A6-Nachfolger der Einsatz von Vierzylindermotoren im Vordergrund stehen. Die Fortführung des Achtzylinder-RS 6 in dieser Form erscheint daher fraglich - gut möglich, dass besonders potente S- und RS-Modelle künftig auf eine PHEV-Lösung mit sechs Zylindern setzen.
Obwohl sich Verbrennungsmotoren und Elektroautos technisch unterscheiden werden, liegen optisch keineswegs Welten dazwischen. Ein echter Singleframe-Kühlergrill hier, ein geschlossener Kühlergrill dort, ausgestellte Kotflügel als Reminiszenz an die quattro-Historie und schmale LED-Leuchteinheiten an Front und Heck hier und dort.
Ähnlichkeiten zwischen dem Audi A6 e-tron und dem künftigen Audi A7 sind auch bei der Cockpitgestaltung und dem damit verbundenen Bedienkonzept zu erwarten. Nach wie vor wird es die Wahl zwischen Touchscreen, Lenkrad und Sprachsteuerung geben, allerdings wird sich der breitere Cockpit-Bildschirm in seinen variablen Layouts stärker an die Bedien- und Fahrsituation anpassen und nur die aktuell relevanten Inhalte anzeigen.
Audi A7 (2026) Erlkönigfotos
Auffallend bei der künftigen A7-Familie: Die Limousine setzt wie der bisherige A7 Sportback wohl auf ein schrägeres Heck, um die bisherigen Kunden des A7 Sportback nicht zu verprellen. Alles hat die A7 Limousine nur einen kurzen Heckdeckel. Während die Frontpartie bei allen Modellen der des neuen A5 ähnelt, fallen am Heck die L-förmig nach unten gezogenen Rückleuchten auf.
Trotz der beachtlichen Zahl an SUVs, die Audi im Programm hat, will man den Familien-Crossover nicht aufgeben. Deas zeigen die ersten Erlkönigbilder vom neuen Audi A7 Allroad quattro. Die ausgestellten Radkästen und die teilweise Beplankung mit unlackiertem Kunststoff dürfte bleiben, so dass der neue Allroad weiterhin mit der Mercedes E-Klasse All-Terrain konkurrieren kann.
Audi A7 Allroad (2026) Erlkönigfotos
Wenn man genau hinsieht, erkennt man, dass das untere Profil des wulstigen vorderen Radlaufs nahtlos an die Kante des Stoßfängers anschließt, ein Design, das typisch für die umlaufenden Karosserieschutzleisten des A6 Allroad quattro ist, und dasselbe gilt für den Übergang zu den Schürzen direkt unterhalb der Vordertür.
Dies ist bei keinem der RS der Fall. Auch die Bodenfreiheit der Karosserie ist höher als bei anderen A7 Avant-Prototypen, während sie bei einem RS genau umgekehrt ist. Allerdings passt er gut auf die großen 20-Zoll-Leichtmetallfelgen. Der neue Audi A7 Allroad quattro wird Mitte 2026 auf den Markt kommen.
Audi RS7 (2026) Erlkönigfotos
Zurück zum RS 7: Hier scheint Audi Sport glücklicherweise nicht von der Philosophie abzurücken, die RS-Modelle optisch besonders offensiv zu gestalten. Die Front zeigt aggressive Lufteinlässe und seitliche Kiemen im Stoßfänger. Auch die Kotflügel sind breiter als in der Serie, um die riesigen Räder aufzunehmen. Wir tippen auf mindestens 22 Zoll.
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