Pkw-Neuzulassungen: Die Top 10 im November 2024 (Update)
Wirtschaftliche Lage wirkt sich auf das Kaufverhalten der Verbraucher aus
Update vom 10. Dezember 2024: Auch im November 2024 konnte VW die Top 3 bei den Neuzulassungen in Deutschland behaupten. Allerdings bleibt bei jedem Hersteller stets offen, wie viele Händlerzulassungen darunter sind. Hier sind die zehn meistverkauften Modelle in der Übersicht:
| Marke/Modell | Neuzulassungen November 2024 |
| VW Golf | 8.890 |
| VW T-Roc | 6.414 |
| VW Tiguan | 6.033 |
| Toyota Yaris | 4.134 |
| VW Passat | 4.106 |
| Skoda Octavia | 4.010 |
| Opel Corsa | 3.956 |
| BMW 5er/i5 | 3.745 |
| Mercedes GLA | 3.647 |
244.544 Personenkraftwagen (Pkw) wurden im November 2024 neu zugelassen. Mit 0,5 Prozent Minus lag das Zulassungsvolumen nahezu auf dem Niveau des Vorjahresmonats. Die gewerblichen Neuzulassungen stiegen um 4,3 Prozent, ihr Anteil betrug 68,0 Prozent. Die privaten Neuzulassungen sanken im Berichtsmonat um 9,3 Prozent.
Auch Diesel (minus 7,5 %) und Benziner (minus 5,4 %) waren weniger nachgefragt. Einen Absturz gab es bei den rein batterieelektrisch angetriebenen Fahrzeugen (BEV) mit einem Minus von 21,8 % im Vergleich zum Vorjahresmonat. Innerhalb der bisherigen elf Monate lag der Rückgang bei 26,1 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Plug-in-Hybride verzeichnen hingegen ein Plus von 9,5 % im bisherigen Jahresverlauf. Im Gebrauchtwagengeschäft gab es im November einen leichten Zuwachs von 0,3 % gegenüber dem Vorjahresmonat.
Bildergalerie: VW Volkswagen Golf 8 TDI Test
ZDK fordert Kaufanreize vom Staat
"Aktuell wird das Kaufverhalten stark durch die herausfordernde wirtschaftliche Lage mit drohenden Arbeitsplatzverlusten beeinflusst", so Thomas Peckruhn, ZDK-Vizepräsident und Sprecher des Fabrikatshandels in Deutschland. "Das zeigt der deutliche Rückgang der privaten Zulassungen. Kunden sind beim Neuwagenkauf zurückhaltend und fahren ihr aktuelles Auto weiter. Insbesondere der Absturz bei den rein batterieelektrisch betriebenen Fahrzeugen zeigt, dass wir hier dringend auch positive politische Signale benötigen, um die E-Mobilität wieder in Schwung zu bringen. Der Ladestrompreis muss runter, und wir brauchen viel mehr Schnelllader im öffentlichen Raum, die für die Autofahrer gut zu erreichen sind."
Darüber hinaus schlägt der ZDK vor, Familien und Berufseinsteigern in wirtschaftlich schwierigen Zeiten der Zugang zu umweltfreundlicher, individueller Mobilität mit einem budgetär ausgewogenen und klimawirksamen Förderkonzept zu erleichtern. Dafür sollen 500 Millionen Euro Förderung für den Kauf neuer und gebrauchter Elektrofahrzeuge ab 2025 bereitgestellt werden.
Porsche im Plus, Fiat im Minus
Unter den deutschen Marken fiel das Plus der Neuzulassungen bei Porsche (+16,8 %/1,1 % Marktanteil) zweistellig aus. Einstellige Zuwächse verzeichneten Mercedes (+5,8 %/10,6 %) und BMW (+2,2 %/9,2 %), VW erreichte ein Plus von 0,7 Prozent. Rückläufig waren die Neuzulassungszahlen bei Smart (-42,6 %/0,3 %), Mini (-24,5 %/1,2 %), Audi (-19,2 %/7,1 %), Opel (-7,5 %/4,8 %) und Ford (-6,7 %/3,2 %). VW war mit 19,5 Prozent die anteilstärkste deutsche Marke.
Bei den Importmarken mit mehr als 3.000 Neuzulassungen im November legte Toyota mit +104,5 Prozent am deutlichsten zu, ihr Anteil betrug 4,2 Prozent, gefolgt von Peugeot (+78,5 %/2,9 %), Citroen (+16,9 %/1,6 %) und Skoda (+16,5 %/7,5 %). Einstellig waren die Zuwächse bei Dacia (+6,0 %/2,3 %), Seat (+4,5 %/4,8 %) und Volvo (+2,2 %/2,2 %). Unter den volumenstärkeren Importmarken verbuchten Fiat (-39,1 %/1,3 %), Kia (-16,9 %/2,1 %), Mazda (-14,3 %/1,4 %), Hyundai (-11,8 %/3,2 %) und Renault (-0,9 %/2,3 %) einen Rückgang der Neuzulassungen. Mit 7,5 Prozent erreichte Skoda den größten Neuzulassungsanteil unter den Importmarken.
Rückgang bei Elektroautos
35.167 Elektro (BEV)-Neuwagen kamen zur Zulassung, 21,8 Prozent weniger als im Vorjahresmonat, ihr Anteil betrug 14,4 Prozent. 94.554 Pkw und damit 20,3 Prozent mehr als im Vergleichsmonat waren mit hybridem Antrieb ausgestattet, darunter 20.604 Plug-in-Hybride, deren Anzahl um 13,7 Prozent über dem Ergebnis des Vorjahresmonats lag und einen Anteil von 8,4 Prozent ausmachte.
77.352 Pkw waren mit Benzinantrieb ausgestattet und damit 5,4 Prozent weniger als im November des Vorjahres, ihr Anteil betrug 31,6 Prozent. 36.510 neu zugelassene Diesel-Neuwagen führten zu einem Rückgang von 7,5 Prozent und einem Anteil von 14,9 Prozent. Es kamen 942 flüssiggasbetriebene Pkw zur Neuzulassung (+3,2 %/0,4 %). Pkw mit Erdgasantrieb verzeichneten keine Zulassung.
Der durchschnittliche CO2-Ausstoß stieg im Vergleich zum November 2023 um +3,3 Prozent und betrug 114,8 g/km.
Quelle: KBA
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