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Bringt Ferrari den F40 zurück?

Ferraris Icona-Serie ehrt ruhmreiche Modelle der Firmengeschichte. Ist der F40 als nächstes dran?

Ferrari F40
Bild von: Ferrari

Ferraris "Icona"-Serie huldigt der ruhmreichen Vergangenheit des Unternehmens. Monza SP1 und SP2 etwa sind Neuinterpretationen der offenen V12-Barchettas, auf welchen der Mythos Ferrari gründet. Der Daytona SP3 wiederum ist eine Hommage an die glorreichen Prototypen-Rennwagen aus den 1960ern. Nun stehen die Chancen offenbar nicht schlecht, dass die Italiener für ihren SP4 eine moderne Ikone im Blick haben.

Top Gear berichtet nämlich, dass das nächste Fahrzeug der "Icona"-Serie ein Tribut an den F40 sein könnte. Die Publikation beruft sich auf anonyme, aber "sehr vertrauenswürdige" Quellen. Für gewöhnlich bringt Top Gear derartige Geschichten nicht, wenn nicht wirklich etwas dran ist, was die Glaubwürdigkeit erhöht. Bemerkenswert ist obendrein, dass die Story aus der Feder des Chefredakteurs des britischen Magazins kommt. 

Ferrari Monza SP1 And SP2

Ferrari Monza SP1 And SP2

Ferrari Daytona SP3 lateral

Ferrari Daytona SP3

Die bisherigen Icona-Modelle sind nicht nur Retro-Aufgüsse früherer Ferraris. SP1, SP2 und SP3 beziehen sich eindeutig auf die Geschichte der Marke, tun dies aber mit neuem Styling und moderner Technologie. Alle waren sie bisher streng limitiert - vom Monza gibt es 499 Exemplare, vom Daytona 599 - und alle kosten deutlich mehr als eine Million Euro. Wie auch immer der SP4 also aussehen mag, erwarten Sie ähnlich kleine Stückzahlen und ein ähnlich großes Preisschild.

SP1 und SP2 basieren auf dem 812 Superfast, leihen sich Chassis und Motor vom großen Coupé. Der SP3 ist näher mit dem LaFerrari verwandt, nutzt allerdings nicht dessen Hybrid-Komponenten. Sollte der SP4 wirklich eine Verneigung vor dem F40 sein, könnte Ferrari vielleicht ein Carbon-Chassis mit dem 4,0-Liter-Biturbo-V8 aus dem SF90 kombinieren. 

Autos der Icona-Serie sind für das Cavallino Rampante sehr profitabel. Da sie auf bereits existierenden Komponenten basieren, sind sie vergleichsweise günstig in der Entwicklung. Auf der anderen Seite gibt es nur eine Handvoll davon, weshalb die betuchte Kundschaft bereit ist, die dicken Schatullen weit aufzumachen, um ein Exemplar zu ergattern. Zudem muss man ein etablierter Kunde des Hauses sein, um es überhaupt auf die Liste potenzieller Käufer zu schaffen. Man hat dem Unternehmen also bereits eine beträchtliche Summe seines Hartverdienten überlassen. 

Top Gear gibt allerdings auch zu bedenken, dass eine "Neuauflage" des F40 als Sakrileg betrachtet werden könnte. Nehmen Sie als warnendes Beispiel den neuen Lamborghini Countach. Er wurde von Marcello Gandini, dem Designer des Originals, abgelehnt und musste auch sonst einige, teils scharfe Kritik über sich ergehen lassen. Zudem könnte ein solches Auto dem neuen F80, seines Zeichens ein direkter Nachfahre des F40, die Show stehlen.

Andererseits waren alle bisherigen Icona-Modelle Volltreffer, es steht also nicht zu befürchten, dass der SP4 nicht großartig wird. Egal ob nun als F40-Tribut oder als komplett anderes Auto.