Wenn es um Offroad-Spielzeuge geht, gibt es nur wenige, die mit der Expertise und Verrücktheit der Ariel Motor Company mithalten können. Der kleine britische Hersteller, der uns einst auch den völlig abgefahrenen Atom schenkte, bringt nun tatsächlich die zweite Genration des Spaß-Buggys Nomad.

Es handelt sich um einen völlig neuen Nomad, bei dem lediglich drei Teile vom Vorgängermodell übernommen wurden. Die bei weitem bemerkenswerteste Änderung befindet sich unter der, naja, Haube. Während der erste Nomad den 2,4-Liter-K24-Motor von Honda verwendete (später gab es einen Nomad R mit Civic Type R-Motor samt Kompressor und 340 PS), setzt das neue Modell auf den 2,3-Liter-Turbo des Ford Focus ST. Der bringt es dank Leistungssteigerung im Nomad 2 auf 309 PS und 518 Newtonmeter Drehmoment.

Das bedeutet einen erheblichen Leistungsanstieg von 79 PS und 218 Nm gegenüber dem Vorgängermodell. Der Nomad 2 verfügt jedoch über ein umschaltbares Steuergerät mit drei verschiedenen Mappings. Neben der Top-Spezifikation gibt es Konfigurationen mit 302 PS und 452 Nm für das mittlere Modell sowie 260 PS und 385 Nm für die Basisausführung.

Bildergalerie: Ariel Nomad 2

Da es sich um ein recht zierliches Gefährt mit so gut wie keinen Karosserieteilen handelt, wiegt auch der neue Nomad quasi gar nichts. Um genau zu sein, sind es 715 Kilogramm. Das führt zwangsläufig zu einem sehr brauchbaren Leistungsgewicht und das drückt sich in hervorragenden Fahrleistungen aus. Der Sprint von 0-60 mph (0-96 km/h) dauert 3,4 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 216 km/h. Natürlich wurde er nicht dafür gebaut, Rekorde auf der Nordschleife zu brechen, aber er dürfte eines der schnellsten Fahrzeuge abseits befestigter Wege sein.

Bei einem Radstand von 239,5 Zentimeter ist der kleine Offroader nur 3,40 Meter lang, 1,86 Meter breit und 1,47 Meter hoch. Unter anderem dank 48-Grad-Böschungswinkel vorne und 64-Grad-Abgangswinkel hinten meistert der Zweisitzer auch fiesestes Terrain. Er steht auf 16-Zoll-Rädern mit Yokohama Geolandar A/T 235/70R16-Reifen und verwendet Eibach-Federn an beiden Achsen.

Als Alternative zum Sechsgang-Schaltgetriebe des Focus ST bietet Ariel den Nomad 2 auch mit einem sequenziellen Getriebe von Quiafe an, das bereits im Atom 4 und Atom 4R zum Einsatz kommt. Es gibt sogar eine hydraulische Handbremse wie in Drift- und Rallyeautos. Wie eingangs erwähnt, stammen nur drei Komponenten vom Modell der ersten Generation: das Lenkrad, die Pedalbox und der Tankdeckel.

Passend zur Extra-Power verfügt der neue Nomad 2 über 40 Prozent größere Bremsen. Gegen Aufpreis nimmt Ariel die AP-Vierkolben-Bremse mit 290-mm-Bremsscheiben vom Atom 4 und montiert sie an allen vier Rädern. Zudem hat man die Torsionssteifigkeit des Chassis um über 60 Prozent erhöht.

Es gibt zahlreiche Optionen, darunter 18-Zoll-Schmiederäder und 16-Zoll-Beadlock-Räder. Ein konfigurierbares ABS kostet ebenfalls extra. Es bietet wählbare Einstellungen für Straße und Gelände. Ein sogenanntes „Bikini-Dach“ bietet UV-Schutz, während der hinten montierte Gepäckträger die Praktikabilität dieser dezidierten Offroad-Maschine erhöht.

Die Preise beginnen in Großbritannien bei 67.992 Pfund (derzeit etwa 80.650 Euro), bevor eine der über 100 verfügbaren Optionen hinzugefügt wurde.