BMW faceliftet gerade wirklich alles, was nicht bei 3 auf dem Baum ist. Innerhalb weniger Tage haben wir die Mega-Überarbeitung des 1er, die Modellpflege für die gesamte 3er- und 4er-Baureihe sowie Modelljahr-Updates für diverse weitere Modellreihen gesehen. Und jetzt geht es auch noch einem Auto an den Kragen, dass vor gerade mal 14 Monaten auf den Markt gekommen ist. Wir sprechen vom Performance-Pitbull BMW M2.

Die zweite Generation M2 wurde ja von Anfang an für ihr Design und das hohe Gewicht von um die 1.800 Kilo geschmäht. Dass der G87 fahrerisch eine absolute Perle ist, wird da von den Kritikern oft vergessen. Das aktuelle Auto ist ein wahres Performance-Biest, wie wir in unserem Test herausfinden konnten. 

Jetzt wird es noch ein bisschen biestiger, denn der Kraftwürfel bekommt mehr Kraft. In Zukunft darf der S58-Dreiliter-Biturbo-R6 auch im M2 feuern, wie er es im Basis-M3/-M4 tut. Sprich: Mit 480 statt bisher 460 PS. Die Leistung liegt bei 6.250 Touren an. Maximal werden 7.200 U/min gedreht. 

Im 6-Gang-Handschalter liegt das maximale Drehmoment wie bisher bei 550 Nm. Wer sich für die 8-Gang-Automatik entscheidet, jagt künftig bis zu 600 Nm Richtung Hinterachse. Und das im breiten Drehzahlbereich von 2.650 bis 6.130 U/min. Die Fahrleistungen verbessern sich dadurch leicht bis deutlich.

Von 0-100 km/h geht es jeweils eine Zehntel flotter. 4,0 Sekunden beim Automaten, 4,2 Sekunden bei der 6-Gang-Box. Die 200-km/h-Marke wird nun 0,6 Sekunden schneller erreicht. 12,9 Sekunden (Automatik) beziehungsweise 13,7 Sekunden (Handschalter) dauert es dann noch. Höchstgeschwindigkeit: 250 km/h Serie, 285 km/h optional. 

Aber das flotter machen alleine hat den M-Jungs und -Mädels noch nicht gereicht. Der M2 soll auch unmittelbarer reagieren, wenn man ihn triezt. Deshalb hat man die Fahrpedalabstimmung und das Ansprechverhalten für alle Fahrmodi optimiert. Damit soll das Auto sowohl mit der 8-Gang-Automatik als auch mit der manuellen 6-Gang-Box "spürbar spontanere Reaktionen auf die Beschleunigungswünsche des Fahrers" bieten.

BMW M2 (2024) Erste Fotos

Links der M2 nach dem Facelift

BMW M2 (2023) in Zandvoort Blau

Rechts der M2 vom Test in 2023

Was die Optik des gedrungenen Rabauken betrifft, sah BMW wohl weniger Verbesserungsbedarf als viele Fans. Äußerlich tut sich bis auf nun serienmäßig in Schwarz gehaltene Auspuffendrohre und leicht geänderte Schriftzüge nichts. 

BMW M2 (2024) Erste Fotos

Und hier der Heckvergleich: Links der Neue

BMW M2 (2023) im Test

Und kaum verändert: Hier der M2 vor dem Facelift

Immerhin wird die bisher doch arg dünne Farbpalette erweitert. Neu im Programm sind: Sao Paulo Gelb uni, Fire Red metallic, Portimao Blau metallic und Skyscraper Grau metallic. Außerdem umfasst das Angebot der BMW Individual Lackierungen für den neuen BMW M2 nun auch die Varianten Java Green, Voodoo Blue, Grigio Telesto und das immens scharfe Twilight Purple. Obendrein gibt es als Option ein neues Doppelspeichen-Alurad in Silber (19 Zoll vorne, 20 Zoll hinten), das auch mit Track-Reifen geordert werden kann.

Innen geht auch beim M2 der fragwürdige Trend zum unten abgeflachten Lenkrad weiter. Wir kennen es ja schon vom jüngsten M3-/M4-Facelift. Serienmäßig ist es aus Leder, optional gibt es das gleiche Volant aber auch mit Alcantara-Bezug. 

Bildergalerie: BMW M2 (2024) Erste Fotos

Die optionalen M-Sportsitze sind jetzt auch in einer rot-schwarzen Bicolor-Ausführung erhältlich. Außerdem werden die Carbon-Schalensitze künftig nicht mehr nur in Verbindung mit dem M-Race-Track-Paket, sondern auch als Einzel-Option angeboten.

Digital tut sich auch noch ein bisschen was: Auf dem Doppel-Screen aus 12,3-Zoll-Instrumenten und 14.9-Zoll-Infotainment läuft nun das Operating-System 8.5. Zudem werden die Klimafunktionen inklusive Sitzheizung und Lenkradheizung nun digital im Display oder per Sprache bedient. Neu im M2 ist die Augmented-View-Funktion fürs Navi. 

Die Markteinführung des überarbeiteten BMW M2 erfolgt im August. Übrigens werden mehr als 40 Prozent des Gesamtabsatzes in Europa erzielt. Wichtigster Einzelmarkt sind die USA, gefolgt von Deutschland, China, Großbritannien und Japan. Zu den Preisen haben sich die Münchner noch nicht geäußert.