Läuft bei Lamborghini. Von Januar bis Juni 2023 lieferte der italienische Hersteller insgesamt 5.341 Autos aus. 4,9 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des vergangenen Jahres. Und da die Auslieferungen des Revuelto noch nicht begonnen haben, lässt sich der Absatzsprung ausschließlich auf die steigende Nachfrage nach dem Huracán und dem Urus zurückführen.

Die EMEA-Region (Europa, der Nahe Osten und Afrika) war im ersten Halbjahr 2023 mit 2.285 ausgelieferten Fahrzeugen die größte Region für Lamborghini. Es folgten Amerika mit 1.857 Einheiten und der Asien-Pazifik-Raum mit 1.199 Fahrzeugen. Die USA waren mit 1.625 Einheiten der mit Abstand größte Einzelmarkt der Marke, gefolgt von Großbritannien (514), Deutschland (511), China, Hongkong und Macau (450), Japan (280) und Italien (270).

In den ersten sechs Monaten des Jahres stieg der Umsatz um 6,7 Prozent auf 1,42 Milliarden Euro, während das Betriebsergebnis um 7,2 Prozent auf 456 Millionen Euro zulegte, was zu einer um 32,1 Prozent verbesserten Umsatzrendite führte.

Der Urus und der Huracán können mittlerweile übrigens nicht mehr bestellt werden, da die Produktionsserie bereits ausverkauft ist. Beide werden in der zweiten Hälfte des Jahres 2024 eingestellt, aber der Urus wird als Plug-in-Hybrid zurückkehren, während der Nachfolger des Huracán bei Tests gesichtet wurde – möglicherweise mit einem V8-Turbomotor. Auch der Revuelto ist sehr gefragt, denn man konnte bereits genug Aufträge einsacken, um mehr als zwei Jahre lang beschäftigt zu sein. Das bedeutet, dass neu aufgegebene Bestellungen erst gegen Ende 2025 erfüllt werden können.

In der Zwischenzeit feiert Lamborghini in diesem Jahr sein 60-jähriges Bestehen. Neben der Enthüllung des Aventador-Nachfolgers wurde auch der SC63 gezeigt, der als LMDh-Hybrid-Prototyp für Langstreckenrennen gedacht ist.

Für das Jahr 2028 ist die Einführung eines vierten Straßenfahrzeugs geplant. Das neue Modell wird das erste EV der Marke sein und die Form eines 2+2-Grand Tourers haben, der mehr Bodenfreiheit als die Supersportwagen hat, aber nicht so hoch ist wie der Urus. Es wird erwartet, dass das Modell eine gemeinsame Plattform mit anderen High-End-Modellen des Volkswagen-Konzerns nutzen wird.