Der Absatz von Dieselfahrzeugen ist in Europa in den letzten Jahren zurückgegangen und im Juni 2023 wurden zum ersten Mal in der Geschichte mehr Elektroautos als Modelle mit Selbstzünder verkauft. Dennoch gibt es in Deutschland immer noch einen Markt für neue Dieselfahrzeuge: Mehr als 18 Prozent aller Auslieferungen entfielen im ersten Halbjahr noch auf Autos mit Selbstzünder. So kommt die neueste Kreation von Manhart nicht allzu überraschend ...

Vorhang auf für den MH3 400d, der auf dem BMW 3er M340d xDrive basiert. Dabei handelt es sich um eine Diesel-Limousine (die auch als Kombi erhältlich ist) mit einem 3,0-Liter-Reihensechszylinder-Twin-Turbo-Motor unter der Haube. Schon im Serienzustand ist er mit einer Leistung von 340 PS (250 kW) und einem Drehmoment von 700 Newtonmetern zwischen 1.750 und 2.250 U/min kein Kind von Traurigkeit. Ein Achtgang-Wandler-Automatikgetriebe schickt die Kraft an alle vier Räder.

Bildergalerie: Manhart MH3 400d

Manhart geht bei den Motormodifikationen nicht aufs Ganze und beschränkt sich auf eine Powerbox für ein paar zusätzliche Pferde. Ohne Hardware-Aufrüstung – abgesehen von einem neuen Endschalldämpfer mit Ventilsteuerung und vier 90-Millimeter-Endrohren – steigert das Tuning-Atelier die Leistung des Motors auf 380 PS (280 kW) und 770 Nm Drehmoment. Damit ist der MH3 400d noch leistungsstärker als der Alpina D3 S mit seinen 355 PS (261 kW). Über die Beschleunigung gibt es keine Angaben, aber die gesteigerte Leistung dürfte dazu führen, dass der Sprint von 0 auf 100 km/h schneller gelingt als mit dem Serienfahrzeug in 4,0 Sekunden.

Passend zu dieser Leistung gibt es auch ein entsprechendes Äußeres. Die Aufrüstung beginnt mit Carbon-Anbauteilen aus dem M Performance-Programm von BMW, darunter eine Frontspoilerlippen und ein neuer Diffusor am Heck. Das Auto ist in glänzendem Schwarz mit neuen silbernen und roten Streifen lackiert, die für ein markanteres Erscheinungsbild im Vergleich zum Werkslook sorgen. Ein Satz Concave One-Felgen im 20-Zoll-Doppelspeichen-Design rundet die optische Aufwertung ab. Das Fahrverhalten wird durch ein neues Fahrwerk verbessert, das an der Vorderachse um 40 Millimeter und an der Hinterachse um 30 Millimeter tiefer liegt.