Ein von AC Schnitzer getuntes Polizeiauto? Ja, wieso denn eigentlich nicht. Hat mittlerweile sogar Tradition, Polizeiautos zu tunen. Denn auch die blau-silbernen Hüterinnen und Hüter des Gesetztes schrecken nicht vor Umbauten zurück. Zumindest einmal im Jahr. Und dann mit besonderem Augenmerk auf die Zulässigkeit. Aber von vorne ...

Seit 17 Jahren führt das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur eine Sensibilisierungskampagne für sicheres und legales Tuning durch. Das Aushängeschild für das Projekt "Tune It! Safe!" ist dabei immer ein aufgemotztes Polizeiauto und im Jahr 2022 ist dieser spezielle von AC Schnitzer getunte BMW i4 an der Reihe.

Der Polizei-i4 hat ein ausgesprochen scharfes Aussehen? Mit Splitter und Finnen, die die Frontpartie etwas bedrohlicher machen. In den ausladenden Nierengrill sind zwei LED-Leuchten integriert, während an den Seiten neue Lamelleneinsätze und größere Schürzen zu sehen sind. Die zweifarbigen silber-schwarzen Leichtmetallfelgen sind 20 Zoll groß und werden von Hankook (einem weiteren Projektsponsor) mit Ventus S1 Evo 3-Reifen bestückt.

Bildergalerie: BMW i4 by AC Schnitzer TUNE IT! SAFE!-Polizeifahrzeug 2022

Am Heck befindet sich dann noch ein schwarz glänzender Spoiler, der die Aerodynamik des Fahrzeugs verbessern soll. Das Fahrwerk wurde ebenfalls modifiziert. Mit neuen Federn, die die Höhe des BMW um etwa 20 bis 25 Millimeter abgesenkt haben.

Auch der Innenraum wurde schicker gemacht. Mit einer Aluminium-Pedalbox, einer "Black Line"-Abdeckung für den iDrive-Controller und einem Aluminium-Schlüsselanhänger. Ja ... Profi-Tuner lächeln über solche Kleinigkeiten. Aber der Wille zählt ja am Ende, oder?

Ist der i4 der Polizei leistungsstärker geworden? Leider nicht. AC Schnitzer hat nicht in den BMW-Antriebsstrang eingegriffen und die Leistung von 544 PS für die M50-Version unverändert gelassen. Damit sollten sich die meisten Verbrechen der Straße bekämpfen lassen. Zumindest so lange bis der Akku alle ist und man zur Ladepause verdonnert wird.

Natürlich wäre die Genehmigung einer Leistungsänderungen auch aus rechtlicher Sicht sehr viel heikler gewesen. Außerdem haben wir im Laufe der Jahre gesehen, dass Tuner nur selten in die Antriebe batteriebetriebener Autos eingreifen und deren Leistung oder Reichweite verändern. Wir glauben jedoch, dass die Beschleunigung von 0-100 km/h in 3,9 Sekunden in vielen Situationen ausreicht.