Wenn wir nach "Vergessenen Studien" suchen müssen wir normalerweise ziemlich weit in die Vergangenheit zurückgehen. Bei Mini ist die Geschichte jedoch ein wenig anders, denn die Marke ist erst seit dem Jahr 2000 ein Teil der der BMW Group.

Aber selbst wenn wir wie in diesem Fall nicht einmal ein Jahrzehnt zurückblicken, können wir bereits interessante Konzepte finden. Zum Beispiel der attraktive und exklusive Mini Superleggera Vision, der 2014 vorgestellt wurde und nach seiner Online-Premiere zum ersten Mal live auf dem Concorso d'Eleganza Villa d'Este zu sehen war.

Bildergalerie: Vergessene Studien: Mini Superleggera Vision (2014)

Der Spezialist Touring Superleggera fertigte die zweitürige Karosserie komplett aus Aluminium und verlieh dem Ganzen einen spektakulären klassischen Look. Ohne dabei auf die charakteristischsten Elemente eines modernen Mini zu verzichten (wie zum Beispiel die runden Scheinwerfer oder den trapezförmigen Kühlergrill). Natürlich fehlten auch kohlefaserverstärkte Kunststoffelemente nicht (Heckdiffusor und Frontsplitter).

Bemerkenswert ist auch der Innenraum, wo das Armaturenbrett aus einem einzigen Stück unbehandeltem Aluminium gefertigt wurde und nur einen Touchscreen und einige Anzeigen enthält. Man hatte ein einfaches, klassisch anmutendes Dreispeichenlenkrad in der Händ über dem sich eine digitale Instrumentierung befand.

Mini sagte damals nicht wirklich viel über den Antriebsstrang des Superleggera Vision. Er solle elektrisch sein. Das wars. Zu Leistung, Reichweite oder Performance wurden keine weiteren Details genannt.

Leider war der Mini Superleggera Vision nicht mehr als eine Styling-Übung für das Unternehmen. Ganz im Gegensatz zu dem, was sich viele von uns gewünscht hätten. Denn wenn es eine Marke gibt, die mit der Entwicklung eines ähnlichen Serienmodells ein Risiko hätte eingehen können, dann ist es Mini. Denn wenn man schon ein Coupé, ein Roadster oder den Paceman bringt, wäre ein Speedster doch auch kein Problem gewesen, oder?