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Mazda: Neue Reihensechszylinder als wohl letzte Verbrenner

Das Unternehmen ist zuversichtlich, dass der 3,3-Liter-Diesel die Euro-7-Norm erfüllen wird

Reihen-Sechszylinder von Mazda

Von: Adrian Padeanu

Übersetzt von: Roland Hildebrandt

13. Apr. 2022 um 15:02 Uhr

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Gegen den Strom schwimmend führt Mazda eine neue Familie großer Verbrennungsmotoren mit sechs Zylindern in Reihe ein. Diese Motoren, die es sowohl als Benziner als auch als Diesel gibt, stehen in direktem Widerspruch zum Downsizing-Rezept, das wir in der Branche immer häufiger sehen.

Es sieht so aus, als hätten sich die Japaner das Beste für den Schluss aufgespart, denn die 3,0-Liter-Benzin- und 3,3-Liter-Dieselaggregate werden wahrscheinlich die letzten neu entwickelten Verbrennungsmotoren der Marke sein.

Im Gespräch mit Automotive News Europe bei der Enthüllung des CX-60 sagte Joachim Kunz, ein leitendes Mitglied der technischen Entwicklung in Mazdas R&D-Zentrum in Europa: "Dies wird höchstwahrscheinlich die letzte Generation von Verbrennungsmotoren sein, also werden wir uns auf das härteste zu erwartende Ziel vorbereiten und dann mit Nachbehandlungslösungen anpassen."

Mazda 3,3-Liter-Reihensechszylinder-Diesel

Mazda 3,3-Liter-Reihensechszylinder-Diesel

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Mazda ist zuversichtlich, dass der Diesel die Euro-7-Vorschriften erfüllen wird, auch wenn diese noch nicht endgültig festgelegt sind. Es wird erwartet, dass die Europäische Kommission die strengere Norm im Juli formell festlegt, aber Euro 7 wird erst später in diesem Jahrzehnt in Kraft treten.

Viele Autohersteller haben bereits ihre Besorgnis darüber geäußert, dass die neue Norm die mit Verbrennungsmotoren betriebenen Autos stark verteuern wird, um die höheren technischen Kosten auszugleichen, die notwendig sind, um die Motoren sauberer zu machen. Die japanische Marke ist der Meinung, dass ein Sechszylinder in der Automobilwelt immer noch einen Platz hat. Einer der Gründe, warum Mazda sich für einen großen Motor entschieden hat - insbesondere für den 3,3-Liter-Dieselmotor - ist, dass die Ingenieure einen gewissen Spielraum haben:

"Mit einem 3,3-Liter-Motor wollen wir bei Drehmoment und Leistung auf der sicheren Seite sein." Kunz sprach davon, dass strengere Vorschriften für Verbrennungsmotoren in der Regel mit einer Verringerung der Leistung und des Drehmoments einhergehen. Mit dem 3,3-Liter-Aggregat kann Mazda jedoch immer noch eine angemessene Leistung anbieten und gleichzeitig die Euro-7-Normen erfüllen.

Details über die Leistung des 3,0-Liter-Benziners wurden nicht bekannt gegeben, aber wir kennen die saftigen Zahlen des Dieselmotors. Der SKYACTIV-D leistet in der Standardausführung 231 PS (170 Kilowatt) und 500 Newtonmeter Drehmoment. Es gibt auch einen e-SKYACTIV-D mit Mild-Hybrid-Technologie, die die Leistung auf 254 PS (187 kW) und 550 Nm steigert.

Der Diesel wird von Mazda in ganz Europa angeboten werden, aber vielleicht nicht im EV-Himmel Norwegen. Apropos alter Kontinent: Viele Autohersteller entfernen ihre Selbstzünder nach und nach aus den Niederlanden. Jüngstes Beispiel ist Audi mit seinen einst omnipräsenten TDIs. Kunz ist zuversichtlich, dass der 3,3-Liter-Diesel dank eines hocheffizienten Verbrennungsprozesses genauso sparsam sein wird wie ein Vierzylinder.

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Der Hubraum von 3,3 Liter ist interessant, weil fast alle anderen Hersteller, die in Europa Dieselfahrzeuge verkaufen, maximal 3,0 Liter Hubraum haben. Der 4,0-Liter-V8-TDI des VW-Konzerns wurde vor ein paar Jahren ausgemustert, und angesichts der sinkenden Beliebtheit des Diesels (minus 34 Prozent im Jahr 2021) wird er wohl nie wieder auftauchen.

Quelle: Automotive News Europe

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