Home

News

Plug-in-Hybride emittieren offenbar deutlich mehr CO2 als nach Norm

BMW X5, Volvo XC60 und MItsubishi Outlander patzten in einer Studie von T&E

T & E-Untersuchung zu Plug-in-Hybriden: Infografik der Ergebnisse

Stefan Leichsenring Stefan Leichsenring

Von: Stefan Leichsenring

23. Nov. 2020 um 13:26 Uhr

Als bevorzugte Quelle Motor1.com auf Google hinzufügen

Teilen

Plug-in-Hybride haben derzeit eine eher schlechte Presse. Man sagt ihnen nach, dass sie selten bis nie aufgeladen werden und dass sie deutlich mehr CO2 emittieren als nach Norm. Nun hat die Umweltorganisation T&E (Transport & Environment) eine Studie veröffentlicht, wonach Plug-in-Hybride unter realen Bedingungen bis zu zwölf Mal mehr Kohlendioxid emittieren als von den Herstellern angegeben.

T&E beauftragte die auf Abgasmessungen spezialisierte Firma Emission Analytics damit, die Plug-in-Hybrid-Versionen von BMW X5, Volvo XC60 und Mitsubishi Outlander zu testen. Dabei wurden die Fahrzeuge mit vollem Akku, mit leerem Akku im Elektromodus sowie im Charge-Modus gefahren.

Ergebnis: Mit voller Batterie emittierten die drei Modelle 28 bis 89 Prozent mehr CO2 als nach den offiziellen Angaben. Bei leerem Akku stießen sie drei- bis achtmal mehr aus und im Charge-Modus sogar das Drei- bis Zwölffache. Im Charge-Modus wird die Batterie während der Fahrt vom Verbrenner geladen, was energetisch wenig sinnvoll ist.

T&E-Deutschlandchef Stef Cornelis: "Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge werden nicht für einen sauberen Betrieb im Straßenverkehr sondern zur Ausschöpfung der staatlichen Förderung und Erreichung der europaïschen Flottengrenzwerte gebaut. Derzeit verschwendet Deutschland mehr als 500 Millionen an Subventionen für Fake-E-Fahrzeuge. Kein anderes Land in Europa gibt mehr Steuergelder für die Subventionierung von PHEVs aus."

Den derzeit erhältlichen PHEV-Modellen fehle es oft an der erforderlichen EV-Leistung, Reichweite oder Ladegeschwindigkeit, so T&E. Zwei der drei getesteten Fahrzeuge, nämlich der BMW X5 und der Volvo XC60, sind nicht schnellladetauglich. Und der Outlander kann laut Bedienungshandbuch den Verbrennungsmotor auch im Elektromodus anspringen lassen, wenn das PHEV-System zu heiß oder zu kalt ist, wenn stark beschleunigt wird oder die Klimaanlage in Betrieb ist.

Mehr zu Plug-in-Hybriden:

Plug-in-Hybride: So viel verbrauchen PHEVs, wenn man sie nie auflädt

Für verkaufte Plug-in-Hybride erhalten die Autoherstellern so genannte Super Credits, die es ihnen erleichtern, die CO2-Flottengrenzwerte der EUU einzuhalten. Diese Regelung sollte die EU einkassieren, wenn sie demnächst ihre Ziele für 2025 und 2030 überprüft, fordert T&E.

Die T&E-Studie bestätigt Ergebnisse zu älteren Plug-in-Hybriden, die ICCT kürzlich veröffentlicht hat. Danach waren die realen CO2-Emissionen von Plug-in-Hybriden oft zwei bis vier Mal so hoch wie die im Zulassungsverfahren angegebenen Werte.

Bildergalerie: T&E-Untersuchung zu Plug-in-Hybriden

T & E-Untersuchung zu Plug-in-Hybriden: Infografik der Ergebnisse

3

Mitsubishi Outlander Plug-in Hybrid BMW X5 45e

Quelle: T&E

Diesen Artikel teilen

Meistgelesen

Carado CV600 Pro (2026) im Test: Reichen sechs Meter für drei Wochen Familienurlaub mit Hund?

Carado CV600 Pro (2026) im Test: Reichen sechs Meter für drei Wochen Familienurlaub mit Hund?

Royal Enfield Classic 650: Edles, streng limitiertes Sondermodell zum Geburtstag

Royal Enfield Classic 650: Edles, streng limitiertes Sondermodell zum Geburtstag

Dacia Striker: Das kostet der Günstig-Kombi und so sieht das Basismodell aus

Dacia Striker: Das kostet der Günstig-Kombi und so sieht das Basismodell aus

Porsche baut keinen elektrischen Supersportwagen, weil keine Nachfrage besteht

Porsche baut keinen elektrischen Supersportwagen, weil keine Nachfrage besteht

AKTUELLSTE ARTIKEL

Auch interessant



Die Plug-in-Hybride mit der größten elektrischen Reichweite 2026



Benimar Kaleo (2026): Viel Wohnmobil für unter 60.000 Euro?



Wie das Design einer Autofamilie entsteht



Mazda CX-80 Diesel (2026) im Video: Ist Downsizing doch Unsinn?



Paukenschlag: Skoda-Erfolgs-CEO Klaus Zellmer wird neuer Volvo-Chef



Geld für Autozubehör sparen? Skoda hat eine ungewöhnliche Idee ...



Der nächste ID. Buzz soll billiger werden