Fast 18 Prozent der Neuzulassungen im Oktober 2020 waren BEVs und PHEVs

Elektroautos und Plug-in-Hybride sind in Deutschland begehrter denn je. Im Oktober 2020 erreichte der Marktanteil ein neues Rekordniveau von 17,6 Prozent an den Neuzulassungen (Sept. 2020: 15,6 Prozent). Reine Elektrofahrzeuge (BEVs) sind mit einem Neuzulassungsanteil von 8,4 Prozent im Oktober etwa gleich populär wie Plug-in-Hybride (PHEVs), die auf 7,6 Prozent kamen.

Insgesamt wurden zwischen Januar und Oktober 251.998 BEVs und PHEVs neu zugelassen, wie aus dem neuesten Electromobility Report des Center of Automotive Management (CAM) in Bergisch Gladbach hervorgeht. Dabei entfielen 130.471 Zulassungen auf BEVs (Anteil am Gesamtmarkt: 5,6 Prozent) und 121.527 Zulassungen auf PHEVs (5,2 Prozent, siehe Grafik oben).

Für das Gesamtjahr erwartet das Institut 335.000 Neuzulassungen im Elektrobereich - eine enorme Zunahme gegenüber 2019, als diese Zahl noch bei 108.600 gelegen hatte. Der Marktanteil von BEVs und PHEVs an den Neuzulassungen insgesamt soll im Jahr 2020 rund 12 Prozent erreichen, so die CAM-Prognose.

Die Neuzulassungen bei BEVs und PHEVs stiegen weiter, während der Gesamtmarkt schrumpfte. Im Oktober 2020 sanken die Pkw-Neuzulassungen um 3,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Zwischen Januar und Oktober betrug der Rückgang des Gesamtmarkes allerdings gigantische 23,4 Prozent. Für das Gesamtjahr geht das CAM von 2,8 Millionen Neuzulassungen aus, was einem Marktrückgang von 19 Prozent entspricht.

"Das Jahr 2020 markiert eine Zeitenwende hin zur Elektromobilität mit erstmals zweistelligen Neuzulassungsanteilen in Deutschland." (CAM-Studienleiter Stefan Bratzel)

Zum hohen Marktanteil der BEVs und PHEVs trägt wesentlich die Innovationsprämie der Bundesregierung bei, so das CAM.

Dabei tragen Plug-in Hybride, die insbesondere bei SUVs eine große Rolle spielen, rund 50 Prozent zum Elektroboom bei. "Umso mehr ist durch entsprechende Regulation sicherzustellen, dass diese PHEV nicht nur laut Papiernorm, sondern auch in der Realität geringe CO2-Emissionen ausstoßen," kritisiert Studienleiter Stefan Bratzel. Damit spielt Bratzel auf die Tatsache an, dass viele Plug-in-Hybride im Alltag nicht oder nur selten aufgeladen werden.