Laut einem Bericht will der VW-Konzern Ende des Jahres über das Schicksal der Marken entscheiden

Ende diesen Jahres wird der VW-Konzern sein Marken-Portfolio einer langen, harten Prüfung unterziehen, und laut einem Reuters-Bericht könnte sich Volkswagen entscheiden, Lamborghini, Bugatti und Ducati zum Verkauf anzubieten.

Der Autohersteller überprüft seine Marken und Produkte im Zuge der Umstellung des Unternehmens. Die Produktion von Elektrofahrzeugen und gleichzeitige Verdoppelung des Unternehmenswerts haben Priorität. Während ein Verkauf von drei Marken drastisch wäre, teilten Führungskräfte, die nicht namentlich genannt werden wollten Reuters mit, dass der Autohersteller mehrere Optionen erwägt.

Zu diesen Optionen gehören "Technologiepartnerschaften" oder eine Form der "Umstrukturierung" sowie der Verkauf von Marken. Die erneute Prüfung findet statt, da Volkswagen seine Ressourcen nicht nur für die Massenproduktion von Elektrofahrzeugen, sondern auch für die Entwicklung autonomer Fahrzeuge, vernetzter Autos und anderer Zukunftstechnologien nutzen will.

Lohnt die Entwicklung von E-Antrieben?

Es ist ein kostspieliges Unterfangen, weshalb sich einige Personen innerhalb von VW fragen, ob es lohnt, Elektroantriebe für Marken zu entwickeln, die sich mit Verbrennungsmotoren einen klangvollen Namen aufgebaut haben.

"Marken müssen sich an neuen Anforderungen messen lassen", sagt VW-Konzernvorstandsvorsitzender Herbert Diess gegenüber Reuters, wozu Elektrifizierung, Konnektivität und Digitalisierung gehören. Spekulationen über die Pläne des VW-Konzerns für seine Premiummarken sind nicht neu. Im vergangenen Jahr kursierten Gerüchte, dass VW bis 2030 Lamborghini und Bentley verkaufen würde.

In diesem Monat tauchten Berichte auf, dass VW zugestimmt habe, Bugatti an den kroatischen Elektroautohersteller Rimac zu verkaufen. Allerdings würde der VW-Konzern nicht gänzlich den Einfluss über Bugatti verlieren. Porsche hält einen Anteil von 15,5 Prozent an Rimac.

Quelle: Reuters.com

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