Den Winzling mit 100 km Reichweite gibt es mit und ohne Türen

Die holländische Firma Squad Mobility stellt ein Design-Update ihres kleinen Squad vor. Ehrlich gesagt, wir haben noch nie von diesem Solar City Car gehört, aber umso interessanter erscheint uns der Winzling.

Der Squad ist ein zweisitziges Elektroauto für die Stadt und den städtischen "Speckgürtel". Ursprünglich sollte er keine Türen haben, doch nun gibt es sie optional. Auch wenn die Rendering-Bilder noch nicht sehr professionell wirken: Man kann das Elektro-Kleinstfahrzeug bereits reservieren.

Technische Daten:

  • Antrieb: Hinterradantrieb über 2 Radnabenmotoren mit je 2 kW, zusammen 4 kW (5,4 PS)
  • Akku: 2 tragbare Lithium-Ionen-Batterien
  • Reichweite: 2 mal 50 km = 100 km
  • Aufladen: Haushaltssteckdose (220 Volt) oder/und Solardach
  • Höchstgeschwindigkeit: 45 km/h
  • Fahrzeugklasse: L6e
    Anzahl der Sitze: 2
    Gepäckraum: 68 Liter (243 Liter bei der Cargo-Version)
  • Maße: 2.000 mm Länge / 1.000 mm Breite / 1.600 mm Höhe
  • Preis: ab rund 6.800 Euro

Die Akkus lassen sich entnehmen und können in der Wohnung über die normale Haushaltssteckdose geladen werden. Außerdem kann der Squad über das Solardach täglich bis zu 20 Kilometer Reichweite tanken. 

Der Squad bietet Platz für zwei nebeneinander sitzende Passagiere und ein Staufach im Fond. Er wird in der Kategorie L6e (leichte Vierrad-Fahrzeuge) homologiert. Später soll es auch auch eine leistungsstärkere Version der Kategorie L7 mit 80 km/h Spitze geben. In dieser Variante kann man dann auch zwei Kinder bis 1,25 Meter Größe mitnehmen.

Squad (Elektro-Solar-Mobil, 2020)
Kleiner Fußabdruck: Vier Squads nehmen so viel Platz weg wie ein normales Auto

Ein Überrollkäfig und Sicherheitsgurte sorgen für die Sicherheit. Ein Squad hat eine Grundfläche von nur zwei Quadratmeter. Wenn vier Squads quer parken, nehmen sie nicht mehr Platz ein als ein normales, längs geparktes Auto.

In der Grundversion hat der Squad (ähnlich wie der Renault Twizy) keine Türen. Da viele Kunden nach mehr Wetterschutz und Sicherheitsaspekten (Diebstahl, unbefugte Benutzung etc.) fragten, hat sich Squad Mobility nun für zwei zusätzliche Versionen entschieden. 

Angeboten werden nun "Halbtüren" sowie "Volltüren". Die zweite Version hat sogar Fenster, ist also nach außen abgeschlossen. Daher wird sie auch mit Klimaanlage angeboten. Hier gibt es auch die Möglichkeit, den Wagen zur Diebstahlsicherung komplett zu verriegeln. Beide Türen-Arten können an schönen Sommertagen schnell demontiert werden.

Die Klimaanlage bedeutet wegen des erhöhten Energiebedarfs allerdings, dass man eine zusätzliche Batterie braucht. Da höhere Temperaturen aber oft auch mehr Sonnenschein bedeuten, kann ein Teil des zusätzlichen Strombedarfs über das Solardach gedeckt werden, so Squad Mobility.

Der Squad kann in der Europäischen Union bereits vorbestellt werden. Die Preise werden bei etwa 5.750 Euro netto beginnen. Mit deutscher Mehrwertsteuer sind das rund 6.800 Euro. Die Auslieferung soll im letzten Quartal des Jahres 2021 beginnen. Auch eine Verwendung durch Carsharing-Dienste oder Vermieter ist vorgesehen. Vorbestellungen von außerhalb der EU werden ebenfalls bereits angenommen; die Liefertermine dafür stehen jedoch noch nicht fest.

Bildergalerie: Lightyear One (Prototyp, 2019)

Squad Mobility wurde von Robert Hoevers und Chris Klok gegründet, zwei ehemaligen Mitarbeitern des niederländischen Elektroauto-Start-ups Lightyear. Diese Firma hat mit dem Lightyear One ein Elektroauto mit Solardach angekündigt, von dem es inzwischen einen Prototypen geben soll. Das Auto ist mit über fünf Meter Länge und einem 100 kW (136 PS) allerdings in eine ganz andere Klasse gehört als der Squad.

Quelle: Squad Mobility

Bildergalerie: Squad (Elektro-Solar-Mobil, 2020)