Erstes eigenständiges Modell der Marke kommt mit 310 PS

Hier sehen wir das erste eigenständige Cupra-Modell. Und es ist ein SUV. Denn obwohl der extremste Ateca bereits den Namen der spanischen Sportmarke trägt, bleibt er eine Überarbeitung des bereits bekannten Seat-Modells. Der neue Formentor ist somit das erste echte Cupra-Auto, das von Grund auf neu entwickelt wurde.

Der Cupra Formentor versucht, den Komfort eines SUV mit der Kompaktheit eines Fließheck-Coupés zu verbinden. Er misst 4,45 Meter in der Länge, hat 2,68 Meter Radstand, eine Breite von 1,84 Meter und eine Höhe von 1,51 Meter.

So bietet der Wagen Platz für fünf Insassen und 450 Liter Gepäck. Mit Blick auf die Abmessungen erkennt man das Tiguan-Format, zudem scheint sich hier auch schon der Nachfolger des aktuellen Ateca am Horizont abzuzeichnen.

Gewisse Parallen zum Seat Tarraco und dem neuen Leon erkennt man vor allem im Design der Front- und Rückleuchten. Gleichzeitig verleihen aber viele Details (wie die seitlichen Verbreiterungen) dem Cupra Formentor einen sportlicheren Charakter. Am Heck kommt das vom Leon bekannte, durchgehende Leuchtenband zum Zuge, zusammen mit dem Diffusor und den vier Auspuffrohren.

Im Profil gibt es ein sehr schräges Dach, was den Formentor schlanker macht. Dann gibt es noch die 19-Zoll-Felgen. Sie sind immer Standard und sind auch kupferfarben erhältlich. Dahinter verbergen sich Bremsen von Brembo. Es besteht auch die Möglichkeit der individuellen Anpassung, nicht nur dank der Farbgebung, sondern auch dank der zweifarbigen Lackierung.

Details aus Kupfer, Einsätze aus schwarzem, gebürstetem Aluminium und modernes Design sind die drei Hauptmerkmale des Innenraums, der an den neuen Cupra Leon erinnert: Der Formentor hat auch eine Lichtleiste auf dem Armaturenbrett und entlang der Vordertüren, die dem Fahrer neben dem ästhetischen Faktor auch Informationen über den toten Winkel anzeigen.

Das erste, was ins Auge fällt, ist die sehr reduzierte Präsenz von physischen Knöpfen. Das 12-Zoll-Infotainment-System, das in einer erhöhten Position "aufgehängt" zu sein scheint, garantiert dank Full Link die Kompatibilität mit Apple CarPlay und Android Auto. Dank einer integrierten SIM-Karte können Sie also auf Online-Dienste zugreifen, Fahrzeugdaten auslesen und sogar die Klimaanlage fernsteuern.

Vor dem Fahrersitz befindet sich das virtuelle 10,25-Zoll-Cockpit mit einer neuen grafischen Oberfläche. Dem Leon entnommen ist auch das Fehlen des Schalthebels, der durch das elektronische "Shift-by-wire"-System ersetzt wurde. Die Sitze sind in schwarzem Leder mit Details in Petrolblau gehalten.

Kommen wir zu den Fahrerassistenzsystemen: Dank Fahrspurregelung, automatischer Notbremsung und adaptivem Tempomat ermöglicht der Formentor ein autonomes Fahren auf Stufe 2. Wenn Sie es für sicher halten, kann der Wagen auch durch einfaches Drücken des Pfeils selbstständig überholen.

Nuova Cupra Formentor

Die Motoren des Cupra Formentor orientieren sich an denen des neuen Cupra Leon: Im Angebot sind der traditionelle 2.0 TSI mit bis zu 310 PS und Allradantrieb. Die Plug-in-Hybrid-Version basiert wie beim neuen VW Golf GTE auf dem 1.4 TSI; die Systemleistung liegt bei 245 PS.

Der Cupra Formentor, der auf dem Genfer Autosalon 2020 hätte präsentiert werden sollen, wenn dieser nicht wegen des Coronavirus abgesagt worden wäre, wird im letzten Quartal dieses Jahres bei den Händlern eintreffen.

Bildergalerie: Cupra Formentor (2020)