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Revolution in der Tiefgarage: Volkswagen lässt die Laderoboter los

Autonom fahrende Roboter mit Akku-Anhänger (Update: Mit Video)

VW-Laderoboter

Stefan Leichsenring Stefan Leichsenring

Von: Stefan Leichsenring

Aktualisiert: 28. Dez. 2019 um 20:32 Uhr

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Wer ein Elektroauto oder einen Plug-in-Hybrid fährt, kennt das Problem: Man hat im Parkhaus oder in der Tiefgarage endlich einen Ladepunkt gefunden, und dann ist er von einem anderen Auto bliockiert -- schlimmstenfalls von einem Wagen, das gar keinen Strom braucht. Dieses Problem will VW nun mit einem mobilen Laderoboter beheben, der autonom zum E-Auto hinfährt.

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Der Fahrer parkt sein Auto und fordert per App den Ladevorgang an. Der Rest läuft ab, ohne dass ein Mensch eine Hand rühren muss: Per Car-to-X-Kommunikation meldet das Auto dem Laderoboter, wie viel Energie nachgeladen werden soll. Der Roboter holt sich einen Anhänger mit Akku und steuert eigenständig das zu ladende Fahrzeug an. Die Ladeklappe öffnet sich, der Roboter setzt den Stecker mit seinem Roboterarm ein und das Auto wird aufgeladen.

Während der fahrbare Akku beim Auto bleibt, kann der Roboter sich unterdessen um das Laden weiterer E-Fahrzeuge kümmern. Er holt einfach den nächsten Akku-Anhänger und fährt ihn zu einem weiteren Kunden. Ist der Ladeservice beendet, holt der Roboter den mobilen Energiespeicher eigenständig ab und bringt ihn zurück an die Ladestation.

„Der mobile Laderoboter kann eine Revolution beim Laden zum Beispiel in Parkhäusern, auf Parkplätzen oder in Tiefgaragen auslöse", glaubt Mark Möller, Entwicklungschef der Volkswagen Group Components. Denn so kommt die Ladeinfrastruktur zum Auto und nicht umgekehrt. Ohne aufwendige Umbauten kann damit praktisch jeder Parkplatz elektrifiziert werden. Das senkt die Kosten für den Betreiber und behebt das Problem der blockierten Ladesäule.

Die Studie besteht aus einem kompakten, selbst fahrenden Roboter und flexibel beweglichen Energiespeichern, sogenannten Akkuwaggons. Diese bringen jeweils etwa 25 kWh an elektrischer Energie mit. Ein Laderoboter kann auch mehrere Akkuwaggons gleichzeitig ziehen. Der Akkuwagon ermöglicht mit seiner integrierten Ladeelektronik das DC-Schnellladen mit bis zu 50 kW.

Der autonom fahrende Roboter ist ausgestattet mit Kameras, Laserscannern und Ultraschallsensoren. Damit kann er sich frei im Parkraum bewegen und Hindernisse umfahren. Je nach Größe des Parkareals oder der Tiefgarage können mehrere Laderoboter parallel eingesetzt und so viele Fahrzeuge zeitgleich bedient werden.

Während Roboterarme, die ein Auto mit einer fest verankerten Ladesäule verbinden, nur einen Parkplatz elektrifizieren, erlaubt die VW-Studie freie Parkplatzwahl. Durch seine kompakte Bauform eignet sich der Laderoboter auch für enge Tiefgaragen, so VW.

Der mobile Laderoboter ist eine Studie der Volkswagen Group Components, die damit einen Blick in die Zukunft der Ladeinfrastruktur ermöglicht. Für einen möglichen Marktstart des Laderoboters gibt es noch keinen Termin.

Bildergalerie: VW-Laderoboter (2020)

VW-Laderoboter

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