Die Reichweite ist mit 270 Kilometer nach NEFZ eher gering, die Preise beginnen bei 32.500 Euro

Honda e, Peugeot e-208, Opel Corsa-e: Die Zahl der neuen Elektro-Kleinwagen steigt. Bald gibt es auch den Mini Dreitürer als Elektroauto. Der Mini Cooper SE bietet "235 bis 270 Kilometer" nach NEFZ und ist ab 32.500 Euro zu haben. Messepremiere hat der Wagen auf der IAA in Frankfurt (12. bis 22. September 2019).

Der Elektromotor sitzt unter der Fronthaube und bietet 184 PS Leistung sowie 270 Newtonmeter Drehmoment. Auch die Leistungselektronik ist im Vorderwagen positioniert. Ein einstufiges Getriebe mit integriertem Differenzial überträgt die Kraft an die Vorderräder. Den Strom holt sich die E-Maschine aus einer T-förmigen Lithium-Ionen-Batterie im Fahrzeugboden. So bleibt der Kofferraum gegenüber dem herkömmlich angetriebenen Mini erhalten: 211 bis 731 Liter stehen zur Verfügung. Um die Hochvoltbatterie zu schützen, liegt die Karosserie des Cooper SE allerdings etwa 18 Millimeter höher als beim konventionellen Modell. Der Akku hat einen Brutto-Energiegehalt von 32,6 kWh. Mit einem EU-Leergewicht von 1.440 Kilo ist das rein elektrisch angetriebene Modell nur 150 Kilo schwerer als der Mini Cooper S mit Automatik (1.290 Kilo).

Auf den ersten 60 Metern hält der Elektro-Mini mühelos mit Sportwagen mit, so der Hersteller. Die Beschleunigung auf 100 km/h dauert 7,3 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit ist auf 150 km/h limitiert.

Wie beim BMW i3 soll es auch im Elektro-Mini das sogenannte One-Pedal-Feeling geben: Sobald der Fahrer vom Gas geht, verzögert das Auto so stark, dass man praktisch immer ohne Bremspedal auskommt. Anders als beim i3 kann man beim Elektro-Mini die Stärke der Rekuperation einstellen. Ein links neben der Start-Stopp-Einheit platzierter Toggle-Schalter ermöglicht es, eine intensive oder eine leichte Rekuperation auszuwählen. Beim Start ist die hohe Rekuperationsleistung ausgewählt.

Mini Cooper SE (2019)

Aufgeladen wird der Elektro-Kleinwagen an der Haushaltssteckdose, an einer Wallbox oder an öffentlichen Ladestationen. Der Ladeanschluss ist für das Wechselstrom- und das Gleichstrom-Laden unter Verwendung von Steckern in den Ausführungen Typ 2 und CCS Combo 2 konzipiert. Ein Kabel fürs Aufladen an der Haushaltssteckdose ist serienmäßig an Bord. Optional gibt es eine Wallbox sowie ein dreiphasiges Ladekabel für die Nutzung von öffentlichen Ladestationen. Beide Optionen ermöglichen das Laden mit 11 kW. In zweieinhalb Stunden wird der Akku so zu 80 Prozent und in dreieinhalb Stunden auf 100 Prozent aufgeladen. An einer Gleichstrom-Schnellladestation kann der Mini mit 50 kW geladen werden, sodass die 80-Prozent-Ladung nur 35 Minuten dauert.

Optisch weist sich der Elektro-Mini durch diverse "Mini Electric"-Logos in Gelb sowie durch graue (oder optional gelbe) Außenspiegel und einen grauen (optional gelben) Ziersteg im Grill aus. Der Grill ist geschlossen. Serienmäßig ist der Wagen mit LED-Scheinwerfern ausgestattet. Innen hat der Wagen statt konventioneller Instrumente ein 5,5-Zoll-Farbdisplay.

Mini Cooper SE (2019)

Zur Serienausstattung gehört eine Zwei-Zonen-Klimaautomatik. Die Beheizung erfolgt mithilfe einer Wärmepumpe. Die Vorklimatisierung kann über eine App gesteuert werden. Die Serienausstattung umfasst außerdem ein Navigationssystem, das auch öffentliche Ladestationen in der Nähe anzeigt. Zudem wird die Restreichweite als Kreis auf der Karte angedeutet. Letztere wird auf einem 6,5-Zoll-Touchscreen in der Cockpitmitte angezeigt. Optional gibt es ein 8,8-Zoll-Display.

Produziert wird der neue Mini Cooper SE in Oxford, wo er gemeinsam mit den konventionell angetriebenen Varianten vom Band läuft. Marktstart ist im November 2019. Der Basispreis wurde bereits anfangs genannt: 32.500 Euro.

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