BMWs M GmbH lässt den Strom fließen

Gestern war ein großer Tag für BMW. Der Autobauer veranstaltete in München die sogenannte NextGen Konferenz und stellte jede Menge Weichen für die Zukunft. Unter anderem zeigte man die Studien Vision M Next Concept (die tatsächlich in Serie gehen könnte), einen 5er mit drei E-Motoren und 720 PS sowie das E-Motorrad Vision DC Roadster. Damit reißen die Nachrichten aus Bayern allerdings noch lange nicht ab.

In einem Interview am runden Tisch mit Journalisten (darunter Jeff Perez von Motor1.com) sagte BMW-Entwicklungschef Klaus Fröhlich, dass die M GmbH künftig stark auf Batterie-Power setzen wird. Die schnelle BMW-Tochter wird demnach in naher Zukunft M-Performance-Fahrzeuge mit Plug-in-Hybrid vorstellen. 

"Für mich ist ein starker PHEV der nächste Schritt", sagt Fröhlich. "Das Auto wird zwischen 1.600 und 1.700 Kilo wiegen, Allradantrieb haben und mindestens 600 PS". Das überrascht ein wenig, schließlich wiegt ein aktueller M5, ebenfalls 600+ PS stark nahezu zwei Tonnen. Ohne zusätzlichen Ballast in Form von E-Motor und Akkus. Allerdings braucht man für einen derart starken Plug-in-Hybrid natürlich keinen schweren V8 mehr. Fortschritte in der Batterie-Technologie und ambitioniertere Leichtbau-Maßnahmen könnten ebenfalls helfen. 

Allerdings scheinen Plug-in-Hybride nicht das Ende der Fahnenstange zu bedeuten. Innerhalb der nächsten sechs Jahre könnte die M GmbH auch ein reines Elektroauto auf den Markt bringen. "Nach 2025 wird es womöglich elektrische M-Modelle geben", meint Fröhlich. "Weil M kein Buchstabe für eine bestimmte Technologie ist, M ist ganz einfach ein Buchstabe für Performance."

Bildergalerie: BMW Vision M Next Concept