Neuer Optik und neue Motoren

Nicht nur der Renault Master, auch der kleinere Trafic erhält ein Facelift. Mit dezent überarbeitetem Außendesign, neu gestalteter Kabine und modernen, abgasarmen Motoren kommt der Transporter in der Klasse bis 3,0 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht auf den Markt.

Den optischen Auftritt des aktualisierten Renault Trafic prägen der überarbeitete Kühlergrill mit Chromeinfassung und Chromspangen je nach Ausstattung sowie die C-förmigen, in die Hauptscheinwerfer integrierten Tagfahrlichter. Weiteres Novum sind LED-Scheinwerfer (Serie ab Komfort).

Neben dem bisherigen 1,6-Liter-Aggregat Energy dCi 95 mit 95 PS stehen für den Trafic die drei neuen 2,0-Liter-Turbodiesel Energy dCi 120, Energy dCi 145 und Energy dCi 170 zur Wahl. Die Motoren bieten bis zu 25 PS mehr Leistung und 40 Newtonmeter mehr Drehmoment als die 1,6-Liter-Vorgänger. Dank Abgasreinigung per SCR-Katalysator erfüllen die 2,0-Liter-Motorisierungen die Abgasnorm Euro 6d-Temp.

Alternativ zum Sechsgang-Schaltgetriebe erfolgt bei Energy dCi 145 und Energy dCi 170 die Kraftübertragung auf die Antriebsräder über das 6-Gang-Doppelkupplungsgetriebe EDC, das die automatisierten Gangwechsel präzise und rasch ausführt.

Neben günstigen Verbrauchswerten sollen laut Renault auch die langen Wartungsintervalle zu geringen Betriebskosten führen: Die routinemäßige kleine Inspektion mit Ölwechsel ist nur alle 40.000 Kilometer fällig (alternativ alle zwei Jahre, je nachdem, welcher Fall zuerst eintritt). Darüber hinaus verfügen alle Motorisierungen über eine wartungsfreie Steuerkette, was ebenfalls die Betriebskosten senkt.

Der Trafic ist in zwei Radständen von 3,1 und 3,5 Metern sowie in zwei Längen von 5,0 und 5,4 Metern erhältlich. Zur Basis-Laderaumhöhe von 1,4 Metern steht darüber hinaus die Hochdachausführung mit 1,9 Meter hohem Frachtraum zur Verfügung. Das Laderaumvolumen beträgt im Kastenwagen zwischen 5,2 und 8,6 Kubikmeter.

Außerdem gibt es diverse Karosserievarianten für verschiedene Branchen wie Doppelkabine, Plattformfahrgestell und die Pkw-Varianten Combi und SpaceClass. Beide sind auch in zwei Längenvarianten lieferbar. Sonderaufbauten in Zusammenarbeit mit Auf- und Umbauherstellern komplettieren das Programm. Alles in allem kann man in Deutschland ab Werk zwischen 74 Varianten wählen.

Renault Trafic Facelift (2019)

Innen bekommt der Trafic neue, höherwertige und widerstandsfähigere Sitzbezüge, einen neuen Wahlhebel für das Schalt- und EDC-Doppelkupplungsgetriebe sowie Mattchrom-Akzente. Dazu kommen nicht weniger als 14 Staufächer. Eines davon dient der Unterbringung eines Laptops auf der Rückseite des Mittelsitzes. Wird der Sitz nach vorne geklappt, können Fahrer oder Beifahrer bequem am Rechner arbeiten. Das Laptop-Fach beinhaltet außerdem ein hochklappbares und schwenkbares Klemmbrett für DIN-A4-Dokumente.

Ab Werk verfügt der Trafic über einen längen- und höhenverstellbaren Fahrersitz. Die Sitzposition ist tiefer und weniger aufrecht als beim Vorgänger. Das soll für ein entspanntes und ermüdungsfreies Fahrgefühl sorgen. Hierzu trägt auch der in Joystick-Manier griffgünstig aus der Mittelkonsole ragende Schalthebel bei.

Für die Unterhaltung bietet Renault Multimediasysteme wie das optionale Media Nav Evolution und R-Link Evolution an. Sie sollen Zeitverluste durch Staus vermeiden helfen, außerdem kann man unterwegs den Maileingang überprüfen, Kundenmails beantworten und den Arbeitsalltag organisieren.

Seit der Markteinführung im Jahr 1980 hat Renault weltweit 1,6 Millionen Trafic der ersten und zweiten Generation verkauft. Von der 2014 vorgestellten dritten Modellgeneration rollten bis Ende 2018 bereits über 500.000 Fahrzeuge vom Band. Während der Vorgänger im Nissan-Werk Barcelona produziert wurde, fertigt Renault die dritte Trafic-Generation im Werk Sandouville.

Bildergalerie: Renault Trafic Facelift (2019)