Auch ein Pick-up ist von BMW nicht geplant

Das Feuer der Hoffnung auf einen Pick-up von BMW wurde jetzt komplett gelöscht: Der australische BMW-Chef Vikram Pawah hat bestätigt, dass die Welt keinen bayerischen Pick-up braucht und auch keinen kriegen wird. Noch viel besser: Pawah bestätigte auch, dass Badge-Engineering (also ein simpler Tausch des Markenlogos) nie eine Option für die Marke sein wird.

Im Gespräch mit Go Auto wiederholte Pawah im Wesentlichen, was Entwicklungsvorstand Klaus Fröhlich bereits bestätigt hat. Pick-ups sind zwar seit geraumer Zeit in Mode, aber sowohl Fröhlich als auch Pawah sehen, dass nur ein Bruchteil der Kundschaft einen Premium-Pick-up will. Vor Augen dürfte man dabei sicher auch die überschaubaren Stückzahlen der Mercedes X-Klasse haben.

Bildergalerie: Mercedes-Benz X-Klasse

Die Aussagen beziehen sich natürlich auf die Mercedes-Benz X-Klasse, die auf dem Nissan Navara basiert und nur eine geänderte Frontpartie mit Stern erhält.

Pawah fügte hinzu, dass ein Pick-up nicht in das Fahrzeugportfolio des Unternehmens passen wird und man ein solches Fahrzeug auch in Zukunft nicht beabsichtigt.  "Ich sehe im Moment nicht wirklich die Notwendigkeit dafür. Wir konzentrieren uns ziemlich stark auf unsere Luxusfahrzeuge, und ich denke, das Unternehmen hat klar definiert, dass wir im Premium-Geschäft tätig sind und dort werden wir auch bleiben", sagte Pawah im Gespräch mit Go Auto.

Der Grundsatz von BMW ist einfach: Um einen sehr guten Pickup zu bauen, muss er mit einem Leiterrahmen ausgestattet sein, was eine sehr aufwendige Entwicklung ist. Was Mercedes mit der X-Klasse gemacht hat, wird keine Option sein, nur um die Kosten zu senken, denn es wäre gegen die Philosophie der Marke. Hinzu kommt, dass der BMW-Konzern anders als andere Unternehmen keinen Nutzfahrzeughersteller im Portfolio hat, auf deren Kompetenz man zurückgreifen könnte.

Einfach ausgedrückt - wenn BMW einen Pickup bauen will, muss es ein echter BMW sein.

Quelle: Go Auto Australia