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Daimler stellt Smart-Verkauf in den USA und Kanada ein

Zu geringe Nachfrage für den Elektro-Kleinstwagen

Smart Fortwo als NYPD-Polizeifahrzeug

Stefan Leichsenring Stefan Leichsenring

Von: Stefan Leichsenring

30. Apr. 2019 um 10:25 Uhr

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Daimler stellt den Verkauf des Smart in den USA und Kanada ein. Der Kleinstwagen, der in den USA nur als Zweisitzer (Fortwo Coupé und Cabrio) und nur mit Elektroantrieb auf dem Markt war, wurde zu wenig nachgefragt, hieß es zur Begründung. Das melden nun Automotive News Europe und FAZ.net.

Mehr zur Zukunft von Smart und zu Elektroautos:

Nächste Smart-Generation wird bei Geely in China gebaut

Neue Elektroautos 2019: Alle Modelle auf dem Markt (Update)

Smart hat in den USA im Jahr 2018 nur knapp 1.300 Fahrzeuge verkauft, 58 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Wegen niedrigen Benzinpreisen und guter Wirtschaftslage griffen die Kunden eher zu Pick-ups und SUVs, so heißt es. Neben dem schrumpfenden Markt für Kleinstwagen wurden auch die hohen Kosten für die Homologation als Grund für die Entscheidung angeführt -- das heißt die Kosten für die Anpassung an die US-amerikanischen Vorschriften und für die Genehmigung. Der Verkauf werde zum Ende des Modelljahres eingestellt, Ersatzteile und Wartung wären aber weiter gewährleistet.

Smart war seit 2008 offiziell auf dem US-amerikanischen Markt präsent. Im Land des "Big is beautiful" schien der Zweisitzer manchen von vornherein deplatziert. Der Forfour wurde in Amerika nie angeboten. Die aktuelle, dritte Generation des Fortwo startete in den USA im Herbst 2015, ein Jahr später bestellte sogar die New Yorker Polizei 250 Stück (unser Bild). Seit dem Modelljahr 2018 bietet ihn Smart in den USA nur noch mit Elektroantrieb an.

Auch in Europa will Smart seine Modelle ab 2020 nur noch als Elektroautos anbieten. Gleichzeitig gibt es aber auch immer wieder Gerüchte, dass die Marke ganz aufgegeben wird. Denn die Marke verkauft wohl nicht nur in den USA zu wenig Autos. In den 20 Jahren seit dem Start im Jahr 1998 schaffte es Smart angeblich kein einziges Mal, die ursprünglich geplanten 200.000 Stück pro Jahr zu verkaufen. Das hatte das Handelsblatt im März 2019 berichtet. Die nächste Smart-Generation, die 2022 ansteht, soll in China bei Geely gefertigt werden. Die chinesische Firma übernahm kürzlich 50 Prozent von Smart.

Quellen: Automotive News Europe, FAZ.net
 

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