Weniger Stress für die Eltern im Supermarkt

Das Spurhalte-Bett, das schwitzende Roboter-Gesäß, der scheinbar leere Autositz und nun der selbstbremsende Einkaufswagen: Ford setzt seine Tradition leicht bizarrer Erfindungen fort. Die neue Intervention soll Eltern beim Einkaufen im Supermarkt vom Stress befreien. Der kommt laut Ford auf, wenn das eigene Kind den Einkaufswagen mit übermütiger Spielfreude durch die Gänge schiebt, ohne auf andere Leute oder Regale zu achten. Der Prototyp des selbstbremsenden Einkaufswagens soll für mehr Sicherheit beim Discounter sorgen.

Die Inspiration zu der Erfindung liefert der natürlich das Antikollisionssystem der Autos. Der „Pre-Collision-Assist“ erkennt Personen, die zu Fuß oder auf dem Fahrrad den Weg des eigenen Autos kreuzen. Das System bremst bei Bedarf selbsttätig, wenn es eine drohende Kollision erkennt und der Fahrer nicht auf Warnungen reagiert. Dies funktioniert auch bei Dunkelheit, wenn das Scheinwerferlicht eingeschaltet ist. Nach dem gleichen Prinzip kommt im selbstbremsenden Einkaufswagen ein Sensor zum Einsatz, der andere Personen und Objekte wie Regale oder Fahrzeuge auf dem Supermarkt-Parkplatz identifiziert. Wird eine drohende Kollision erkannt, bremst das System den Einkaufswagen automatisch bis zum Stillstand ab.

 

„Für Eltern kann das Einkaufen im Supermarkt zur einer wahrhaftigen Herausforderung werden, weil sie versuchen, einen Job zu erledigen, während die Kinder bloß spielen wollen“, sagt die britische Erziehungsexpertin Tanith Carey. „Besonders Kleinkinder lieben es, Erwachsene nachzuahmen. Wenn sie einen Einkaufswagen vor sich herschieben, fühlen sie sich wie hinter den Rädern eines Autos, dann werden Supermarktgänge rasch auch mal zur Rennstrecke“.