Der Vorläufer des heutigen F-Type hatte mit ihm noch nicht so viel gemeinsam

Name: Jaguar F-Type Concept

Premiere: North American International Auto Show 2000, Detroit

Daten: Zweisitziger Speedster, 3,0-Liter-V6 mit 238 PS aus dem S-Type

Hintergrund:

Wenn wir über den Jaguar F-Type sprechen, denken wir natürlich sofort an den Sportwagen, den die Briten seit 2012 als Cabrio und Coupé anbieten. Es war jedoch nicht das erste Mal, dass der Name verwendet wurde.

Es genügt, auf den Beginn des 21. Jahrhunderts zurückzublicken, um einen vergessenen Prototyp mit einer ähnlichen Philosophie zu entdecken. Und ebenfalls mit dem Namen F-Type.

Das Jaguar F-Type Concept, das Anfang 2000 in Detroit vorgestellt wurde, sollte eine neue Ära der Marke einleiten. Oder zumindest den Weg für zukünftige Neuheiten weisen, um für mehr Spannung am Steuer zu sorgen. Damals gehörte Jaguar zu Ford. Dort hatte man die Idee, für Jaguar Autos in Retro-Optik zu entwerfen, aber mit Ford-Technik unter dem Blech. So kam es zum S-Type und X-Type. Auch ein F-Type waberte seit dem Ende des E-Type im Jahr 1975 als Traum immer wieder durch die Flure bei Jaguar. Klar, einen XJS oder später XK8 hatte man zwar, aber es ging um einen kleinen Roadster. 

Bildergalerie: Vergessene Studien: Jaguar F-Type Concept (2000)

Die Idee, dieses Auto zu bauen, wurde also nicht über Nacht geboren. Tatsächlich fand die erste Annäherung an den von der Marke "geträumten" Roadster 1998 auf dem Pariser Autosalon mit dem XK180 Concept statt. Auf jeden Fall war das Ziel immer das gleiche: den Geist des klassischen XK120 und E-Type wiederherzustellen.

Das Team von Geoff Lawson, dem Designer des Supersportwagens XJ220, war für die Gestaltung verantwortlich und hatte völlige Freiheit bei der Entwicklung des Projekts (der vorgenannte XK180 wurde auf der Basis des XKR gebaut). Tatsächlich war das in Detroit vorgestellte Modell nicht funktionsfähig. Aber Lawson sah sein Debüt nie, denn er starb 1999 mit nur 54 Jahren. Sein Nachfolger wurde Ian Callum.

Allerdings blickte das F-Type-Konzept hoffnungsvoll in Richtung Produktion, da es mit dem V6-Motor kompatibel war, der damals auch in S-Type und X-Type zum Einsatz kam. Auch Heck- und Allradantrieb waren möglich.

Leider ging dieses Abenteuer nicht weiter, insbesondere optisch nicht. Wir mussten bis 2012 warten, als der F-Type als Serienmodell vorgestellt wurde. Ein Fahrzeug, das von den Verantwortlichen der Marke als "der erste reine Jaguar-Sportwagen seit Jahrzehnten" bezeichnet wurde. Aber das ist eine andere Geschichte ...