306-PS-Topmodell mit etwas dezenterem Heckspoiler

Nach dem im Dezember 2018 gestarteten Fünftürer folgt nun die viertürige Stufenheckversion: Mercedes-AMG stellt die A 35 4Matic Limousine vor. Der Wagen ist das zweite AMG-Modell auf Basis der neuen A-Klasse.

Wie der Fünftürer hat auch das Stufenheckmodell einen Heckspoiler, der hier allerdings wesentlich dezenter ausfällt:

Mercedes-AMG A 35 Limousine
2019 Mercedes-AMG A35 4Matic

Wie beim Fünftürer sind 18-Zoll-Aluräder mit Doppelspeichen Serie, optional gibt es 19-Zöller. Das Exterieur basiert auf der AMG Line, fügt aber zusätzliche Elemente hinzu.

Der Kofferraum fasst wie bei den bürgerlichen Versionen der A-Klasse Limousine 420 Liter. Das Beladen erleichtert optional eine sensoraktivierte Kofferraumklappe: Sie öffnet sich durch eine Fußbewegung unter dem Stoßfänger.

Innen hat die A 35 4Matic Limousine das bekannte MBUX-Multimediasystem mit großen Displays sowie „Hey Mercedes“-Sprachsteuerung. Beim Kombiinstrument kann der Kunde zwischen drei AMG-Anzeigestilen wechseln. Besonders markant ist der Supersport-Modus mit zentralem, runden Drehzahlmesser und balkenförmigen Zusatzinformationen links und rechts davon. Hier können Warm-up, Set-up, G-Force und Motordaten angezeigt werden.

Mercedes-AMG A 35 Limousine

Auch der Multimedia-Touchscreen betont mit speziellen AMG-Anzeigen die Sonderstellung des Modells. Außerdem gibt es eine eigenständige AMG-Mittelkonsole mit Touchpad und zusätzlichen Schaltern zur Bedienung von ESP, manuellem Getriebemodus und der optionalen Verstelldämpfung.

Das unten abgeflachte AMG-Lenkrad mit perforiertem Leder und roten Kontrastnähten ist mit galvanisierten Schaltpaddles sowie den bekannten Touch-Control-Buttons versehen. Optional gibt es ein Performance-Lenkrad mit einem Drehregler unterhalb der rechten Lenkradspeiche, über den sich direkt die Fahrmodi ansteuern lassen:

Mercedes-AMG A 35 Limousine

Die Sitzbezüge sind in Schwarz mit roter Kontrastnaht und roten Gurten erhältlich oder in Schwarz/Grau.

Mercedes-AMG A 35 Limousine

Unter die Haube kommt der bekannte 2,0-Liter-Turbobenziner mit 306 PS und 400 Newtonmeter Drehmoment ab 3.000 Touren. Damit beschleunigt die Limousine in 4,8 Sekunden auf Tempo 100, eine Zehntelsekunde langsamer als der Fünftürer. Wie bei diesem wird bei 250 km/h elektronisch abgeregelt. Die Abgasanlage verfügt serienmäßig über eine automatisch gesteuerte Abgasklappe. Je nach gewähltem Fahrprogramm ergibt sich so ein eher dezenter oder kraftvoller Sound. Das Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe (AMG Speedshift DCT 7G) verfügt serienmäßig über eine Race-Start-Funktion.

Der serienmäßige Allradantrieb variiert die Kraftverteilung vom reinen Frontantrieb bis zu einem Verhältnis von 50 zu 50 Prozent auf Vorder- und Hinterachse. Die Aufteilung des Drehmoments übernimmt eine Lamellenkupplung, die in das Hinterachsgetriebe integriert und elektronisch geregelt ist.

Die Fahrprogramme (Glätte, Comfort, Sport, Sport + und Individual) verändern das Ansprechverhalten von Motor und Getriebe, aber auch der Auspuffsound. In „Sport+“ ist das Fahrverhalten mit Zwischengasstößen beim Herunterschalten und der partiellen Ausblendung der Zylinder über eine kurzzeitige und exakt definierte Rücknahme von Zündung und Einspritzung bei Volllast besonders emotional. Das ESP bietet nicht nur stabilisierende, sondern auch agilisierende Eingriffe. AMG Dynamics sorgt in der Kurve durch einen Bremseneingriff am kurveninneren Hinterrad für schnelleres Eindrehen. Je nach Fahrmodus wird entweder der Basic- oder der Advanced-Modus von AMG Dynamics aktiviert.

Die AMG-Version hat einen versteiften Vorderwagen. Dazu gehören ein so genanntes Schubfeld (eine verschraubte Aluminiumplatte unter dem Motor) sowie zwei zusätzliche Diagonalstreben vorn am Unterboden. Das Fahrwerk basiert auf McPherson-Federbeinen vorn und einer Vierlenkerachse hinten. Optional gibt es ein Fahrwerk mit adaptiven Dämpfern. Die Bremsanlage besteht vorne aus Vier-Kolben-Monoblock-Festsätteln und 350-Millimeter-Scheiben, hinten aus Ein-Kolben-Faustsätteln und 330-Millimeter-Scheiben. Die Scheiben sind jeweils innen belüftet und gelocht, die silbernen Bremssättel tragen einen schwarzen AMG-Schriftzug. Die geschwindigkeitsabhängige, elektromechanische Sport-Parameterlenkung verfügt über eine variable Übersetzung und zwei Kennlinien (sportlich und komfortabel), die je nach Fahrmodus aktiviert werden.

Optional ist AMG Track Pace erhältlich. Der virtuelle Renningenieur erfasst auf der Rennstrecke permanent mehr als 80 Daten wie Geschwindigkeit, Beschleunigung und Rundenzeiten. Im Anschluss kann der Fahrer sein Fahrkönnen analysieren. Die Daten werden im Multimedia-Display, dem Kombiinstrument und dem optionalen Head-up-Display angezeigt. Bekannte Rennstrecken sind bereits hinterlegt, weitere können aufgezeichnet werden. Die Augmented-Reality-Funktion von MBUX ermöglicht das Einblenden der Ideallinie auf dem Multimedia-Display oder dem Head-up-Display.

Die Preise wurden noch nicht mitgeteilt. Den fünftürigen A 35 gibt es ab 47.529 Euro. Die Limousine wird etwa 900 Euro teurer sein. Optional gibt es ein Aerodynamik-Paket mit größerem Frontsplitter und Zusatz-Flics sowie größerem Heckspoiler sowie ein Night-Paket mit Design-Elementen in Schwarz und dunkel getönten Fenstern ab der B-Säule.

Bildergalerie: Mercedes-AMG A 35 Limousine