Basisversion mit 330 Kilometer Reichweite kommt aber wohl erst 2020 oder 2021

Das neue Elektroauto von VW mit dem Studiennamen ID. (VW lässt neuerdings den zweiten Punkt in I.D. weg) alias Neo soll voraussichtlich ID.3 heißen. Die kleineren Brüder würden dann ID.1 und ID.2 heißen, die größeren ID.4 bis ID.9 und die SUVs ID.3X und so weiter. Das will nun die Wirtschaftswoche erfahren haben. Und die Preise sollen bei 24.000 Euro beginnen, wie das E-Mobilitätsmagazin Edison meldete. Wir haben im Folgenden alle Informationen zum ID.3 zusammengestellt.

Design

VW hat bereits "offizielle Erlkönigbilder" von dem Auto veröffentlicht, und unser Illustrator hat ein Rendering daraus gemacht. Vorne zeigt unser Rendering-Bild ein paar Lufteinlässe mehr als die Studie, die Scheinwerfer wirken etwas konventioneller. Außerdem sind die Türen konventionell angeschlagen. Die Räder sehen ähnlich aerodynamisch ausgefeilt aus wie bei der Studie, auch die große Windschutzscheibe und die schmalen Rückleuchten wurden übernommen.

VW-ID Alias Neo (Rendern)
Volkswagen MEB

Abmessungen

Von der Größe her ist der ID.3 ein Kompaktwagen à la Golf, soll aber innen so viel Platz wie ein Passat bieten. Dazu passt, dass der Radstand mit 2,83 Meter größer ist als beim heutigen VW Passat. Autoexpress.co.uk spricht von einer Länge von 4,25 Meter.

Reichweiten

Technische Grundlage ist der Modulare Elektrobaukasten (MEB). Anders als von VW gewohnt, hat der ID. Hinterradantrieb, so VW. Daneben dürfte es auch Allradantrieb geben. Es soll drei Akku-Varianten geben, mit Reichweiten zwischen 330 und 550 Kilometer nach WLTP. Nach Gerüchten erlaubt die Plattform bis zu 80 kW (ca. 110 PS) vorne und 150 kW (200 PS) hinten. Wenn sich VW an der Konkurrenz orientiert, könnte die Basisversion 150 PS Höchstleistung haben (wie der Nissan Leaf), die Topversion vielleicht etwas über 200 PS (wie der Top-Kona). Der ID.3 soll einen Onboard-Lader mit 7,2 oder 11 Kilowatt Ladeleistung sowie einen Anschluss für das Schnellladen mit Gleichstrom mit 125 kW Leistung besitzen.

Innen hat der I.D. angeblich ein völlig neues Cockpit mit nur wenigen Tasten, die Bedienung soll durch den Touchscreen oder über eine neue Spracherkennung erfolgen, zudem gibt es ein kleines Display hinter dem Rad und ein Head-up-Display.

Volkswagen MEB
Volkswagen MEB
Volkswagen MEB

Preise

Die Basisversion soll laut Autoexpress.co.uk den Kia e-Kona und e-Niro deutlich unterbieten. Die 320-km-Grundversion des e-Kona gibt es in Deutschland ab knapp 35.000 Euro. Nach Edison soll es die 330-km-Variante schon ab 24.000 Euro geben. Diese Version soll aber erst nach der 550-km-Topversion starten. Letztere soll es ab März 2020 geben und rund 30.000 Euro kosten. Zum Vergleich: Das Tesla-Basismodell mit einer Reichweite von 380 Kilometer soll es ab 35.000 Dollar (rund 31.000 Euro) geben.

Marktstart

Der ID. wird ab Ende 2019 in Zwickau produziert, doch schon davor soll man das Auto in einem Pre-Booking-Verfahren bestellen können, so VW. Auf den Markt wird das Auto dann wohl Anfang 2020 kommen. Ebenfalls 2020 soll die Serienversion des ID. Crozz starten. Schon im ersten Jahr will VW 100.000 Autos aus der ID-Familie verkaufen. ID. Buzz und ID. Vizzion sollen erst 2022 folgen. Laut einem Interview, das Edison mit dem e-Mobility-Baureihenleiter von VW, Christian Senger, führte, soll es auch einen Kleinwagen auf der ID-Plattform geben. 

Quellen: WirtschaftswocheAutoexpress.co.uk, VW, Edison

Bildergalerie: Volkswagen ID. (Testfahrten in Südafrika 2018)