Die Marke setzt jetzt auf Plug-in-Hybrid und Elektro

Jetzt ist es offiziell: Porsche wird künftig keinen Dieselantrieb mehr in seinen Baureihen anbieten. „Für uns als Sportwagenhersteller, bei dem der Diesel traditionell eine untergeordnete Rolle gespielt hat, sind wir zu der Überzeugung gekommen, künftig ohne Diesel auskommen zu wollen“, so Porsche-Chef Oliver Blume. Bestehende Diesel-Kunden würden aber weiterhin betreut.

Diesel-Alternativen von Porsche:

Zwar gab es zwischen 1950 und 1963 schon Traktoren mit dem Namen Porsche-Diesel, doch erst 2009 hatte Porsche im Cayenne seinen ersten Pkw-Diesel auf den Markt gebracht. Der Dreiliter-V6 mit dem internen Namen EA897 stammte aus dem VW-Konzern und fand auch im Macan und Panamera Verwendung. 2016 wechselte der Panamera auf einen von Audi entwickelten V8-Selbstzünder. Beim EA897 wurden später illegale Abschalteinrichtungen entdeckt, auch Porsche musste Fahrzeuge zurückrufen.

Bereits im Februar 2018 hatte Porsche alle Diesel-Modelle aus dem Programm genommen, im Zuge des Facelifts entfiel der Diesel im Macan. Ein großer Verlust ist der Selbstzünder für Porsche nicht, 2017 lag der weltweite Diesel-Anteil der Marke bei nur zwölf Prozent. In wichtigen Märkten wie den USA oder China spielt die Antriebsoption keine Rolle.

Die Zukunft sieht Porsche in Plug-in-Hybriden und reinen Elektroautos wie dem Taycan mit 600 PS Systemleistung, der 2019 kommt. Bis 2022 will das Unternehmen mehr als sechs Milliarden Euro in die E-Mobilität investieren. Bis 2025 könnte laut Porsche bereits jedes zweite Neufahrzeug der Marke einen Elektromotor aufweisen. Dazu passt auch folgende Zahl: In Europa beträgt der Hybrid-Anteil beim Panamera inzwischen 63 Prozent.

Bildergalerie: Porsche Diesel-Aus