Mehr als 2.300 Lego-Motoren sorgen für über fünf PS

Lego-Modelle sind ja schön und gut, aber meist sind sie eher klein und lassen sich höchstens per Fernbedienung bewegen. Anders ist das mit diesem Bugatti Chiron: Als erstes Lego-Technic-Modell ist er nicht nur im Maßstab eins zu eins gehalten, man kann sich auch hineinsetzen. Und das Beste: Er fährt sogar – wie ein richtiges Auto.

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Zugegeben, ganz so stark und schnell wie das 1.500 PS starke Original ist die Lego-Version nicht, aber immerhin: Zwei Insassen lassen sich darin auf über 20 km/h beschleunigen. Für den Vortrieb sorgt kein Sechzehnzylinder, sondern es waren 2.304 Lego-Motoren nötig, um dem Auto 5,3 PS und ein geschätztes Drehmoment von 92 Newtonmeter zu geben. Die Konstruktion besteht aus über 1.000.000 Lego-Technic-Elementen und wiegt 1,5 Tonnen. Erstaunlich ist auch, dass kein Tropfen Klebstoff verwendet wurde, alles hält auch so zusammen.

Aus der Ferne gesehen fällt die Lego-Version gar nicht als solche auf. Erst wenn man näher kommt, bemerkt man die komplexe äußere Haut. Sie besteht aus miteinander verbundenen, dreieckigen Segmenten. Auch innen wurden alle Details liebevoll nachgebildet -- von den Sitzen über das Armaturenbrett bis zum Lenkrad. Auch einen funktionsfähigen Tacho sowie ein abnehmbares Lenkrad hat der Wagen. Der bewegliche Heckspoiler sowie Front- und Rücklicht sind ebenfalls voll funktionsfähig. Allerdings steht der Wagen auf echten Bugatti-Rädern. Reifen aus Lego-Bausteinen wären dann wohl doch zu eckig gewesen. Für Entwicklung und Konstruktion wurden über 13.000 Arbeitsstunden investiert.

Für die erste Testfahrt wählte Lego das VW-Testgelände in Ehra-Lessien etwa 15 Kilometer nördlich von Wolfsburg. Dort erzielte auch der normale Chiron seine Geschwindigkeitsrekorde. An einem Wochenende setzte sich dort der britische Rennfahrer Andy Wallace, mehrfacher Sieger in Le Mans und Daytona, in das Lego-Auto und beschleunigte zur Freude des Publikums auf über 20 km/h. Enthüllt wurde das Auto dann beim Formel-1-Lauf in Monza.

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