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Facelift für den XXL-Maybach

So krass ist der Mercedes-Maybach Pullman

Facelift für den XXL-Maybach

Roland Hildebrandt Roland Hildebrandt

Von: Roland Hildebrandt

15. Mär. 2018 um 11:31 Uhr

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Eigentlich ist bereits der „normale“ Mercedes-Maybach eine mächtige Erscheinung. Eine Länge von 5,46 Meter hebt ihn deutlich von einer profanen S-Klasse ab, die als Grundlage dient. Aber es gibt ja immer jemanden, der zeigen möchte, dass er die Nummer Eins unter den Oligarchen / Funktionären / Diktatoren / Millionären / Milliardären (Zutreffendes bitte unterstreichen) ist. Für diese Zielgruppe gibt es den Mercedes-Maybach Pullman. Er bekommt jetzt ein Facelift.

Eigenständige Frontpartie
6,50 Ist die Super-S-Klasse lang, ein mächtiger Auftritt ist also garantiert. Neu sind wie beim kurzen Mercedes-Maybach der „Nadelstreifen-Grill“ mit feinen senkrechten Streben und optionale Zweifarblackierungen. Durch diese Maßnahmen soll mehr Eigenständigkeit im Auftritt gewährleistet werden. Einen S 350 d kann schließlich jeder fahren. Der Name „Pullman“ leitet sich übrigens von George M. Pullman ab, der als Erfinder des modernen Eisenbahn-Schlafwagens gilt.

Reisen erster Klasse
Innen spielt die Musik beim Pullman natürlich hinten. Dort geht es ähnlich fein zu wie in der First Class namhafter Airlines. Die VIP-Gäste reisen in Fahrtrichtung auf sogenannten „Executive Sitzen“ inklusive Liegefunktion. Mercedes-Maybach verspricht die größte Beinfreiheit im Segment. (Als Konkurrent würde uns indes nur der 5,98 Meter lange Rolls-Royce Phantom EWB einfallen.) Zusätzlich können zwei weitere Passagiere gegenüber den VIP-Gästen an einer elektrisch absenkbaren Trennwand Platz nehmen. Ganz neu ist die „Front View Camera“, mit der die Fondpassagiere auch bei geschlossener Trennscheibe das Verkehrsgeschehen vor dem Fahrzeug beobachten können.

Zwölfzylinder auf Zack
Um die elitäre Fuhre angemessen in Schwung zu bringen, bekommt der Biturbo-V12 unter der Haube mehr Leistung. 630 PS reichen für 1.000 Newtonmeter maximales Drehmoment und einen Spurt von 6,5 Sekunden auf 100 km/h. Sie könnten vermutlich mit dem Pullman auch über den Nürburgring brettern, aber die hohe Leistung ist dem Umstand geschuldet, dass nicht wenige der XXL-Limousinen gepanzert werden. Dafür dürften aber deutlich mehr als jene halbe Million Euro nötig sein, die Mercedes-Maybach als Startpreis für den Pullman aufruft.

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