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PAL-V Liberty: Über den Wolken (2018)

Flugauto debütiert auf dem Genfer Autosalon 2018

PAL-V Liberty: Über den Wolken

Roland Hildebrandt Roland Hildebrandt

Von: Roland Hildebrandt

31. Jan. 2018 um 10:59 Uhr

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Viele werden sich noch daran erinnern: Das ,Fliewatüüt" aus der Kinderserie ,Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt" von 1972. Jetzt kommt ein Fahr-, Entschuldigung, Flugzeug, das an das legendäre Vehikel erinnert: Auf dem Genfer Autosalon (8. bis 18. März 2018) debütiert der PAL-V Liberty.

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Nun gut, im Gegensatz zum Fliewatüüt kann der in Holland gefertigte PAL-V Liberty zwar nicht schwimmen und er läuft auch nicht mit Himbeersaft. Aber er soll den uralten Traum vom Flugauto Wirklichkeit werden lassen. Und zwar spätestens 2019, wenn laut PAL-V-Chef Robert Dingemanse die allgemeine Zulassung vorliegt. Darin liegt der Hauptknackpunkt: Seit Jahren läuft das PAL-V-Projekt, aber Fluggeräte zur Personenbeförderung stehen vor hohen Zulassungsnormen. Doch die Serienproduktion wird kommen, da sind sich alle Verantwortlichen sicher.

Sehen wir uns den PAL-V Liberty einmal genauer an: Im Straßenzustand ist das dreirädrige Gefährt vier Meter lang und zwei Meter breit. Im Flugmodus gesellt sich nach fünf bis zehn Minuten langer Transformation zum Heckrotor ein Rotor auf dem Dach, parallel schwenkt eine Art Arm, an dem sich Seiten- und Höhenruder befinden, nach hinten. Zwei Rotax-Motoren treiben den Liberty an, bei dem es sich nicht um einen Hubschrauber handelt. Stattdessen reden wir von einem Tragschrauber, auch ,Gyroplane" genannt. Diese Lösung soll laut PAL-V deutlich leichter zu fliegen sein und sicherer sein als ein Helikopter. Außerdem kann man so auch im Fall eines Motorschadens noch sicher landen. 180 km/h schnell wird der Liberty in der Luft, dort beträgt die Reichweite rund 500 Kilometer. Auf der Straße sind bis zu 160 km/h drin. Für maximal zwei Insassen mit wenig Gepäck: Lediglich 20 Kilogramm sind dafür vorgesehen.

Leider müssen wir etwas auf die Euphorie-Bremse treten. Einfach aus dem Stau heraus abheben ist nämlich nicht drin. Zwischen 90 und 200 Meter ,Startbahn" mit 20 Meter ohne Hindernis links und rechts müssen es schon sein. Eine spezielle Fluglizenz brauchen Sie auch, das Training dafür dauert zwischen 30 und 40 Stunden. Allerdings dürfte für PAL-V-Kunden Geld eh keine Rolle spielen: Die auf 90 Exemplare limitierte ,Pioneer Edition" des Liberty kostet 499.000 Euro, die normale ,Sport"-Version 299.000 Euro. Ohne Steuern, versteht sich.

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