Crashtests im Dezember 2017: Von fünf bis null Sterne

15 Autos: Die europäische Prüforganisation EuroNCAP hat im Dezember 2017 so viele Fahrzeuge wie noch nie einem Crashtest unterzogen. Dabei ging es nicht nur um das Abschneiden ganz neuer Modelle, sondern auch um die Qualitäten facegelifteter Baureihen. Ein Resultat sticht dabei aus der Masse heraus. Zugleich zeigt sich, wie sehr die Bestwertung von fünf Sternen vom Vorhandensein gewisser Assistenzsysteme abhängig ist. Dazu zählen eine Notbremsautomatik für inner- und außerorts, die auch Fußgänger erkennt sowie ein Geschwindigkeitsbegrenzer und ein Spurhalteassistent.

Nur drei Sterne für den Dacia Duster
Zu den ganz frischen Modellen, die mit fünf Sternen die Höchstwertung erhalten haben, zählen der Hyundai Kona, der Kia Stinger, der BMW 6er GT und der Jaguar F-Pace. Fünf Sterne kann sich auch der Kia Stonic sichern, allerdings nur mit optionalem Sicherheitspaket. Lediglich einen Totwinkelwarner kann der neue Dacia Duster in die Waagschale werfen, deshalb muss er sich mit drei Sternen begnügen. Gleiches gilt für den in Großbritannien beliebten MG ZS, ein kleines SUV.

Mehr Sicherheit mit Facelift?
Mithilfe von Facelifts respektive Modellüberarbeitungen bleiben so manche Fahrzeuge lange auf dem Markt und wurden bisher nicht neu gecrasht. Um den Kunden einen Vergleich zu ganz neuen Konkurrenten bieten zu können, hat EuroNCAP nun auch solche Autos an die Wand gefahren. Dabei überraschte der Toyota Yaris mit fünf Sternen, während die anderen Kandidaten nach 2017er-Regeln auf drei Sterne sinken. Diese sind die Alfa Romeo Giulietta, der Ford C-Max und Grand C-Max, der Opel Karl, der DS 3 und der Toyota Aygo. Letzterer liefert mit optionalem Sicherheitspaket aber sogar vier Sterne.

Desaster für den Fiat Punto
Das Abschneiden des Fiat Punto, der nach zwölf Jahren immer noch nahezu unverändert auf dem deutschen Markt erhältlich ist, zeigt den Fortschritt in Sachen Sicherheit. Der Punto trägt den wenig schmeichelhaften Titel ,erstes Null-Sterne-Auto bei EuroNCAP". Wie das? Nun, das Wertungssystem von EuroNCAP fordert für einen Stern, dass das betreffende Fahrzeug in allen vier Untersuchungskriterien eine Mindestpunktzahl erreichen muss. In den Bereichen Insassensicherheit für Erwachsene und Kinder sowie dem Fußgängerschutz schnitt der Punto so ab, dass es für zwei Sterne gereicht hätte. Knackpunkt ist das Kapitel Assistenzsysteme zur Unfallvorbeugung: Hier hat der Punto nur einen Gurtwarner, weshalb es gar keine Punkte gab. Aus diesem Grund rät EuroNCAP dazu, immer ein Blick auf die neuesten Resultate zu werfen und sich für Fahrzeuge mit fünf Sternen zu entscheiden.

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