1997 stoppten Erbsenzähler den traumhaften Zweitürer

Schon seit geraumer Zeit feiert Audi den neuen A8 ab, der am 11. Juli 2017 offiziell enthüllt wird. Was kaum jemand weiß: Viel hätte vor 20 Jahren nicht gefehlt, damit die A8-Baureihe umfassender ist.

Genf 1997: Ein besonderer A8
Werfen wir einen Blick zurück: 1997 spielte Audi mit der Idee, eine Coupéversion von damals drei Jahre alten A8 abzuleiten. Realisiert wurde das Vorhaben mit der Münchner Firma IVM Automotive. Dort baute man eine seriennahe Studie im Farbton ,Ming Blue Pearl", die auf dem Genfer Salon präsentiert wurde. Der Wagen war deutlich kürzer als der A8 jener Tage und bekam neue Bleche auf seinen Aluminiumkörper geschneidert. Natürlich fehlte eine B-Säule, weshalb es Sitze mit integrierten Sitzgurtaufnahmen aus dem damaligen Audi Cabrio gab.

Hätte jemand das Coupé gekauft?
Ausgebremst wurde das A8 Coupé aber vom Vertrieb und Marketing. Dort hatte man Bedenken hinsichtlich der Verkaufszahlen eines zweitürigen A8. Man fürchtete das gleiche Schicksal wie die 8er-Reihe von BMW zu erleiden: Bildschön, aber beim Absatz eher mau. Also wurde der Audi-Luxusgleiter zu den Akten gelegt, der seit 2002 nicht mehr öffentlich gezeigte Prototyp soll im Besitz von IVM sein.

Kommt irgendwann ein A9?
Mittlerweile hat sich die Ausgangssituation geändert: Audi spielt völlig selbstverständlich in der Premium-Liga mit. Gleichzeitig ist ein Markt für luxuriöse Coupés vorhanden, wie die Mercedes S-Klasse und der Bentley Continental GT zeigen. BMW bringt 2018 eine neue 8er-Reihe auf den Markt. Und hier will Audi tatenlos zusehen? Immerhin hatte Ende 2014 die Studie ,Prologue" nicht nur das Design des neuen A8 vorweggenommen, sondern auch Spekulationen über ein A9 Coupé neue Nahrung gegeben.

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