Der Veredler schickt das Wolfsburger Dickschiff mit bis zu 500 PS auf die Straße

Der Touareg markierte 2002 den Einstieg von Volkswagen in das Segment der Sports Utility Vehicles (SUVs). Mit seiner Tuning-Version betrat auch Abt Neuland. Der Kemptener Veredler hatte durchaus Zweifel, was die Marktchancen des Wolfsburger Dickschiffs anging. Völlig unbegründet, wie sich heute zeigt. Der Touareg gehört mittlerweile – ebenso wie der Konzernbruder Audi Q7 – zu den ,Bringern" der Kemptener Modellpalette. Für den Tuner ein echtes Argument, dem Ende 2006 facegelifteten Touareg eine zusätzliche Portion Sportlichkeit zu verpassen.

Abt Touareg – Dieselvarianten
Die Motorenpalette des Abt Touareg umfasst drei Selbstzünder und einen Benzin-Motor, denen die Kemptener mithilfe einer optimierten Motormanagement-Steuerung zusätzliche Pferdestärken einflößen. Den Einstieg bildet der 2.5 TDI, dessen Leistung der Tuner von 174 auf 195 PS anhebt. Das Drehmoment steigt von 400 Newtonmetern auf 450. Noch deutlicher fällt das Leistungsplus im Fall des Dreiliter-Dieselmotors aus. Anstelle der serienmäßigen 225 PS sorgen nun 270 Pferdestärken und 550 Newtonmeter Drehmoment für einen kräftigen Antritt – zuvor waren es 50 Newtonmeter weniger. Das Sahnestück ist der Zehnzylinder-Turbodiesel, der mit 360 Pferdestärken ganze 47 Mehr-PS aus fünf Litern Hubraum schöpft. Anstelle der serienmäßigen 750 Newtonmeter Drehmoment zerren nach dem Umbau 850 an den Antriebsrädern. Bildet der Selbstzünder ohne Partikelfilter die Basis, sind es 373 PS und 860 Newtonmeter. Verrichtet der Fünfliter-Diesel Dienst unter der Haube, darf sich der Abt Touareg außerdem das Kürzel ,VS10" aufs Blech kleben lassen.

Abt Touareg – Benzinervariante
Wer an der Tankstelle lieber zur Benzin-Zapfpistole greift, kommt mit dem 4,2-Liter-V8-Motor auf seine Kosten, dem der Tuner neben dem optimierten Motormanagement einen zusätzlichen Kompressor verpasst. Statt der serienmäßigen 350 verrichten dann 500 Pferdestärken ihren Dienst. Außerdem sorgen 520 statt der serienmäßigen 440 Newtonmeter Drehmoment für den Vortrieb des nun Abt VS8-R genannten Touareg.

Sportfahrwerk und -bremsanlage
Dafür, dass sich das Leistungspotenzial des Allradlers auch fahren lässt, sollen entsprechend abgestimmte Fahrwerks-Federn sorgen. Für 417 Euro legen sie den Wolfsburger 35 bis 40 Millimeter tiefer. Daneben ist die Abt Level Control (ALC) für die Luftfederung erhältlich. Über ein spezielles Modul lässt sich der Allradler so um bis zu 60 Millimeter absenken. Die ALC kostet 1.785 Euro. In Kombination mit mindestens 20 Zoll großen Felgen ist außerdem eine Sport-Bremsanlage für die Vorderachse erhältlich. Sie besteht unter anderem aus 380 Millimeter großen Scheiben sowie Sechskolben-Bremssätteln mit Abt-Logo und kostet 5.474 Euro.

Body-Kit und Leichtmetallfelgen
Wie schon bei der ersten Ausgabe des Touareg haben die Kemptener auch für die facegeliftete Version ein Bodykit entworfen. Es besteht aus einer Frontspoilerlippe, Seitenschwellern, Kotflügelverbreiterungen, einem Heckflügel und einer Heckschürze und kostet inklusive der Abt-typischen Vierrohr-Abgasanlage 3.685 Euro. Für einen standesgemäßen Auftritt sollen Abt-AR-Leichtmetallfelgen sorgen. Sie sind wahlweise als 18-, 19-, 20- oder 22-Zöller erhältlich. Der 18-Zoll-Komplettrad-Satz kostet 3.570 Euro. Das 22-Zoll-Pendant ist für 7.140 Euro erhältlich.

Preise für Motorumbau
Alle Umbaumaßnahmen sind ab sofort bestellbar. Der Leistungszuwachs des 2,5-Liter-Diesel schlägt mit 1.390 Euro zu Buche. Beim Dreiliter-Pendant sind es 1.785 Euro. Soll der Fünfliter-Diesel mehr Power bekommen, werden 2.380 Euro fällig. Im Falle des 4,2-Liter-Benziners müssen 29.750 Euro aufgebracht werden. Darin sind – im Gegensatz zu den Dieselumbauten – jedoch die Kosten für Montage und TÜV-Abnahme enthalten. Den Serien-Touareg gibt es ab 47.831 Euro.

Der Power-Offroader