Beck is back: Schweizer-Heizer LM 800 mit bis zu 1.200 PS
Extrem-Flunder lässt Ferraris und Lamborghinis alt aussehen
Nur 95 Zentimeter hoch
Nicht nur mit seiner aberwitzigen Leistung kann der LM 800 beeindrucken. Bereits die Außenmaße zeugen von einem radikalen Konstruktionsprinzip. Der nur 3,96 Meter lange Swiss-Racer ist 2,04 Meter breit und ragt lediglich 95 Zentimeter in die Höhe. Entsprechend niedrig ist der Luftwiderstandsbeiwert des 900 Kilo (inklusive Fahrer und vollem Tank) wiegenden Leichtgewichts. Anleihen aus der Natur und der Formel 1 sorgten für das eigenwillige und allein auf extreme Fahrleistung ausgelegte Design.
Karbon, Kevlar und Alu
Der Aufbau des Fahrzeugs entspricht dem eines Formel-1-Rennwagens. Das zentrale Monocoque in Mischbauweise aus Karbon, Kevlar und Aluminium soll für eine hohe Steifigkeit und einen guten Insassenschutz sorgen. Ans Monocoque sind der Motor- und Getriebeträger und die vorderen Querlenker des elektronisch gesteuerten Aktivfahrwerks befestigt. Alle Anbauteile bestehen aus einer hochfesten Aluminiumlegierung. Sie werden nach Aussage von Beck aus dem Vollen gefräst, oberflächenvergütet und pulverbeschichtet. Die obersten vier Schichten der sichtbaren Partien bestehen aus Karbon. Die stoff- oder lederbezogenen Bauteile werden hingegen aus Kevlar hergestellt. Alle Teile werden verschraubt und/oder verklebt. So bestehen auch die ergonomisch geformten Sitze aus mehreren Lagen Kevlar und wurden darüber hinaus mit einer Polsterung ausgestattet.
Über 350 km/h
Zu extremen Fahrleistungen verhilft dem LM 800 ein überaus potenter 4,2-Liter-V8-Motor von Audi. Dank diverser Modifikationen und doppelter Turboaufladung leistet der Achtzylinder in der Standardversion bereits 650 PS und 900 Newtonmeter Drehmoment. Die Antriebseinheit wurde nach Aussage von Beck so ausgelegt, dass bis zur Spitzengeschwindigkeit von über 350 km/h eine möglichst gleichmäßige Beschleunigung erreicht wird. Das halb sequenzielle Siebenganggetriebe soll ohne Verzögerung die Gänge wechseln. Dank der enormen Kraft soll der Spurt auf Tempo 100 bereits nach 3,0 Sekunden zu Ende sein. Nur 7,0 Sekunden vergehen laut Beck, bis die 200-km/h-Marke fällt. Dass der LM 800 trotz Leichtbau nicht sparsam ist, versteht sich von selbst: Den Durchschnittsverbrauch gibt die schweizer Automanufaktur mit 16 Litern an. Der Tank bietet Platz für 120 Liter Sprit.
Spartanische Basis
Die Basisausführung des Beck LM 800 verzichtet auf besondere Annehmlichkeiten, um pures Sportwagen-Feeling zu vermitteln. Zum Standard gehören getönte Scheiben, zu öffnende Seitenfenster, ein hochwertiges Gurtsystem, ein Fahrerairbag und wahlweise eine Knüppelschaltung oder eine Wippenschaltung am Lenkrad. Darüber hinaus sind eine Klimaanlage, ein CD-Radio, ein Navigationsgerät, eine Vorheizeinrichtung für den Motor, elektrische Fensterheber und Beifahrer- sowie Seitenairbags bestellbar.
Gepfefferte Preise
Wie einst den Orca C113, soll will die Firma Beck den LM 800 ebenfalls in Kleinserie produzieren. Wer sich den Schweizer-Heizer leisten will, braucht jedoch sehr viel Geld. Den Preis für die straßenzugelassene Basisversion gibt Beck mit 750.000 Schweizer Franken an, was derzeit rund 463.000 Euro entspricht. Mit den genannten Extras dürfte der Preis noch deutlich steigen. Außerdem kann der Kunde seinen LM 800 in verschiedenen Leistungsvarianten mit 850, 1.000 oder gar 1.200 PS bestellen. Für die stärkeren Versionen wird man noch tiefer in die Tasche greifen müssen.
Bildergalerie: Beck is back
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