Der Sportler bietet sattes Drehmoment über fast den gesamten Drehzahlbereich

Mit 580 PS gehört der allradgetriebene Audi RS6 Avant zu den stärksten Kombis auf dem Markt. Jetzt gibt es den Biturbo-V10 auch in einer Limousine. Messepremiere feiert das Auto auf der Moskow Motor Show, der vom 29. August bis 7. September 2008 stattfindet. Im Oktober ist der RS6 dann auf dem Pariser Autosalon zu sehen.

650 Newtonmeter
Der 5,0-Liter-Motor besitzt eine Benzindirekteinspritzung sowie eine Trockensumpfschmierung. Die zwei Turbolader sorgen für ein maximales Drehmoment von 650 Newtonmeter, das von 1.500 bis 6.250 U/min parat steht, also praktisch über den gesamten Drehzahlbereich. Damit beschleunigt die Limousine in 4,5 Sekunden auf 100 km/h – das ist ein Zehntel schneller, als es der Kombi schafft. Die elektronisch begrenzte Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h kann optional auf 280 km/h angehoben werden.

Besonders schnell schaltende Tiptronic
Die sechsstufige Tiptronic gehört der neuen Generation an, die besonders schnell schalten soll. Per Wählhebel oder mit den Schaltwippen am Lenkrad kann der Fahrer den Gangwechsel selbst dirigieren. Die Tiptronic leitet die Motormomente auf einen quattro-Antrieb, der leicht heckbetont ausgelegt ist. Wie beim Kombi kommt die Stoßdämpferregelung Dynamic Ride Control (DRC) zum Einsatz, die Nick- und Wankbewegungen verringert. Die DRC lässt sich auf Wunsch durch das Sportfahrwerk plus mit einer dreistufigen Dämpfereinstellung ergänzen.

19-Zöller serienmäßig
Das Stabilisierungssystem ESP besitzt relativ hohe Eingriffsschwellen. Wer will, kann aber auch in einen Sportmodus umschalten oder das ESP ganz deaktivieren. Der RS6 rollt auf 19-Zoll-Alurädern mit Reifen der Dimension 255/40. Die vorderen Bremsscheiben weisen 390 Millimeter Durchmesser auf. An der Vorderachse kommen Sechskolben-Festsättel aus Aluminium zum Einsatz, die schwarz lackiert und mit RS-Emblemen dekoriert sind. Die Hinterachsscheiben haben einen Durchmesser von 365 Millimeter. Die Hinterachsbremssättel sind als Einkolben-Schwimmsättel ausgeführt. Die Stahlscheiben sind schwimmend gelagert; zusammen mit den großen Kühlkanälen und der axialen Perforation erhöht das ihre Leistungsfähigkeit und senkt das Gewicht. Auf Wunsch werden 20-Zoll-Räder angeboten. Sie erlauben den Einsatz einer Keramikbremsanlage.

Seidennappa-Sportsitze
Auch an der Karosserie bringt der 4,93 Meter lange RS6 eine Reihe von Differenzierungen mit. Sie finden sich am Singleframe-Grill und an den Scheinwerfern. Letztere sind mit Xenonlicht, dynamischem Kurvenlicht und LED-Tagfahrlicht ausgerüstet. Außerdem gibt es kantig ausgestellte Kotflügel und kraftvolle Seitenschweller. Auch am Heckdiffusor, am Spoiler und an den beiden großen, ovalen Auspuffendrohren kann man den RS6 erkennen. Im Interieur finden sich mit Seidennappaleder bezogene Sportsitze, die sich elektrisch einstellen lassen. Zur Serienausstattung gehören auch eine Zwei-Zonen-Klimaautomatik, eine Einparkhilfe für vorn und hinten, ein unten abgeflachtes Multifunktions-Lederlenkrad und ein Soundsystem von Bose. Eine Ladedruckanzeige für die beiden Turbos ergänzt die Instrumentierung. Als Extra verfügbar sind unter anderem ein Spurhalteassistent, ein Abstandstempomat und ein Spurwechselassistent. Die Markteinführung des Audi RS6 findet Mitte Oktober 2008 statt. Den Preis teilt Audi noch nicht mit. Er dürfte etwas unter dem Preis des Kombis liegen, der 106.900 Euro kostet.

Audi RS6 als Limousine