Hersteller verspricht Kosten von einem Euro pro 100 Kilometer

Die Elektroautos kommen: Den Tesla Roadster gibt es schon zu kaufen, der Elektro-Smart dreht seine Runden in London. Allerdings gibt es da einen, der bereits seit über zehn Jahren elektrisch unterwegs ist: Der Ein-Mann-Wagen namens CityEL. Und jetzt können die kleinen Fahrzeuge für die großen Metropolen sogar mit einem Lithium-Eisenphosphat-Akku ausgerüstet werden.

Von Dänemark nach Deutschland
Manch einer verwechselt ihn mit dem seeligen Elektrowagen Hotzenblitz, aber die ersten CityEL kamen seit 1987 noch unter dem Namen MiniEl aus Dänemark. 1991 wurde die Produktion von einem bayerischen Investor übernommen, seitdem entstehen die Wagen bei Citycom in Deutschland. Da inzwischen über 6.000 Fahrzeuge unters Volk gebracht wurden, geht der Hersteller vom meistverkauften Elektroauto Europas aus.

Weiter mit 3.590 Euro
Bisher war der aktuelle CityEL ausschließlich mit Blei-Vlies-Batterien unterwegs, die ihm eine Reichweite von 50 bis 70 Kilometer ermöglichten. Die Lebensdauer der Blei-Speicher liegt jedoch nur bei 10.000 Kilometer. Jetzt kann der Käufer stattdessen auch eine Version mit Lithium-Eisenphosphat-Batterie beziehen. Damit steigt die Reichweite des CityEL auf 130 Kilometer und insgesamt hält der Akku 80.000 Kilometer durch. Allerdings lässt sich Citycom den potenten Speicher gut bezahlen: 3.590 Euro werden fällig. Allerdings machen sich die Mehrkosten wegen der achtfach erhöhten Akku-Lebensdauer bezahlt.

Günstiger Unterhalt
Der CityEL kostet in seiner Basisversion 8.500 Euro – zusammen mit Lithium-Speicher werden also mindestens 12.090 Euro fällig. Wer diese Summe für einen Einsitzer aufbringen mag, kann danach richtig sparen. Laut Citycom reicht ein Euro oder umgerechnet 0,4 Liter Benzin, um 100 Kilometer weit zu kommen. Die ersten fünf Jahre ist der Wagen steuerfrei unterwegs, ab dem sechsten Jahr wandern erträgliche 11,25 Euro per annum an den Fiskus.

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