Ventilsteuerung Ti-VCT soll dennoch für geringeren Verbrauch sorgen

Dearborn (Michigan/USA), 29. Dezember 2009 – Der Ford Mustang, in den USA ,Masstäng" ausgesprochen, ist in drei Versionen auf dem Markt: Neben dem Mustang V6 gibt es zwei V8-Versionen namens GT und GT500. Die Motoren des V6 und des GT werden nun ausgetauscht. Das schwächere Modell erhält statt des 213 PS starken 4,0-Liter-Motors ein neues 3,7-Liter-Aggregat, das mit 309 PS rund 100 PS stärker ist als der alte Antrieb. Ebenso deutlich ist der Leistungssprung beim Mustang GT. Hier wird der 319 PS starke 4,6-Liter durch einen neu entwickelten 5,0-Liter mit 418 PS ersetzt. Während das V6-Modell auf der L.A. Motor Show im Dezember 2009 debütierte, dürfte der GT erstmals auf der Detroit Motor Show (11. bis 24. Januar 2010) zu sehen sein.

Weniger Verbrauch durch Ti-VCT
Bei beiden neuen Mustang-Modellen soll trotz deutlich höherer Leistung der Verbrauch gesunken sein. Möglich macht das unter anderem eine besondere Ventilsteuerung, Twin Independent Variable Camshaft Timing (Ti-VCT) genannt. Die Technik ist in Deutschland vom Fiesta und Focus 1.6 Ti-VCT her bekannt. Ti-VCT-Motoren besitzen als DOHC-Aggregate zwei oben liegende Nockenwellen pro Zylinderbank. Eine Welle betätigt dabei jeweils die Einlassventile, die andere die Auslassventile. Bei Ti-VCT werden beide Nockenwellen durch Rotation verstellt. Dadurch werden die Ventilsteuerzeiten – also das Öffnen beziehungsweise Schließen – zeitlich nach vorn oder nach hinten verschoben. Eine Besonderheit ist, dass die Nockenwellenverstellung mithilfe einer Hydraulik bewirkt wird. Diese Lösung ermöglicht laut Ford eine schnellere Reaktion auf Gaspedal-Befehle und verbessert die Spritökonomie.

Neue Sechsgang-Getriebe
Neben der Ventilsteuerung Ti-VCT tragen auch die neuen Getriebe zur Verbrauchsminderung bei. Beide Mustang-Modelle erhalten nun Sechsgang- statt Fünfgang-Getriebe. Serie ist wie bisher jeweils die Handschaltung, Automatik kostet Aufpreis. Beim V6 ist der Verbrauch gegenüber der alten Version sowohl beim Handschalter wie bei der Automatik gesunken. Mit der manuellen Box schafft das Auto laut Hersteller nun 29 statt bisher 26 Meilen pro Gallone auf dem Highway und unverändert 18 Meilen in der Stadt. Bei der Automatik verbessert sich die Spritökonomie von 24 auf 30 Meilen pro Gallone auf dem Highway und von 16 auf 19 Meilen in der Stadt. In ähnlicher Weise hat sich auch der Verbrauch beim V8-Modell verändert.

Elektrische Servolenkung und mehr
Weitere Elemente, die zum Spritsparen führen, sind eine elektrische Servolenkung sowie eine verbesserte Aerodynamik. Außerdem sollen die neuen Motoren besonders leicht sein. Weitere Verbesserungen betreffen Details der Radaufhängung. Standard sind bei beiden Mustang-Varianten belüftete Bremsscheiben rundum mit 29 Zentimeter Durchmesser vorne und 30 Zentimeter hinten. Beim GT kann man stattdessen auch Brembo-Bremsen bestellen, die vorne 36 Zentimeter messen. Außerdem gehören 19-Zoll-Alufelgen und Hochleistungsreifen zum Paket. Für den V6 ist ab August 2010 ein Performance-Paket verfügbar. Hierzu gehört eine sportlichere Fahrwerksabstimmung, wie sie auch der GT besitzt. 19-Zoll-Räder, Hochleistungsreifen sowie eine andere Hinterachsübersetzung für schnellere Kavalierstarts sind ebenfalls enthalten. Von den übrigen Änderungen beim Mustang hebt Ford vor allem die bessere Geräuschdämmung hervor. ESP ist bei allen Varianten Serie.

Bildergalerie: Rund 100 Pferde mehr