Karosserie, Motoren und Assistenzsysteme des Geländewagens wurden überarbeitet

Normalerweise steht die Abkürzung SUV für ,Sports Utility Vehicle". Im Fall des BMW X5 könnte es aber auch ,schöner und verbrauchsärmer" heißen, denn die Münchner überarbeiten den großen Allradler, der in seiner aktuellen Version seit gut vier Jahren auf dem Markt ist.

Leichte Nachschärfung
Wie bei BMW üblich fällt das Facelift dezent aus. Erst auf den zweiten Blick ist die geänderte Frontpartie im Stil des X6 zu erkennen. Neu sind Frontschürze und Position der Nebelscheinwerfer. Durch einen höheren Anteil der in Wagenfarbe lackierten Elemente rückt die Front optisch näher an die Fahrbahn. Gleichzeitig sollen die größeren Lufteinlässe auf die gesteigerte Leistung der Motoren hinweisen. Deutlich schmaler fällt die schwarze Kunststoffverkleidung am unteren Karosserieabschluss aus. Als zusätzliches Symbol der Überarbeitung gibt es vorne wie hinten einen mattsilbernen Unterfahrschutz. Positions- und Tagfahrlicht werden mithilfe von LED-gespeisten Ringen dargestellt. Auch am Heck des X5 wird im unteren Bereich ein größerer Teil der Karosseriefläche in Wagenfarbe lackiert. Die L-förmigen und in ihrem Inneren neu gestalteten Rückleuchten enthalten je zwei von LED gespeiste Lichtbänke.

Mehr Komfort
Künftig ist der X5 mit der neuesten Generation des Bediensystems iDrive ausgestattet, das Display ist zwischen 6,5 und 8,8 Zoll groß. Direktwahltasten am Controller ermöglichen schnelle Wechsel zwischen den Funktionen. Hinzu kommen neue Assistenzsysteme, darunter eine automatische Abstandsregelung, eine Verkehrszeichenerkennung oder das ,Side View"-System. Hierbei beobachten zwei Kameras in den vorderen Kotflügeln den Querverkehr und übertragen die Bilder ins Fahrzeuginnere. Für mehr Komfort sind unter anderem ein Head-up-Display und ein Fernlichtassistent erhältlich.

Weniger Verbrauch
Die Motoren unter der X5-Haube sollen dank Turboaufladung und Benzin-Direkteinspritzung bis zu zehn Prozent niedrigere Verbrauchs- und Emissionswerte haben. Außerdem erfüllen sie die Abgasnorm Euro 5. Erreicht wird der Spareffekt durch bekannte ,EfficientDynamics"-Maßnahmen wie Rekuperation oder die bedarfsgerechte Steuerung von Nebenaggregaten. Start-Stopp-Technik ist allerdings nicht an Bord. Die neue Spitzenversion ist der X5 xDrive50i, der aus acht Zylindern 407 PS holt. Darunter rangiert der xDrive35i mit einem 306 PS starken Reihensechszylinder und der variablen Ventilsteuerung Valvetronic. Bei den Selbstzündern stehen der xDrive40d mit 306 PS und der xDrive30d mit 245 PS bereit – beide sind Sechszylinder und sollen durchschnittlich 7,5 Liter Diesel auf 100 Kilometer verbrauchen. Die Kraftübertragung erfolgt bei allen X5-Modellen durch eine neue Achtgang-Automatik. Für den Grip sorgt ein permanenter Allradantrieb mit elektronischer Kraftverteilung zwischen Vorder- und Hinterachse. Im Normalfall beträgt das Verhältnis 40:60 zugunsten der Hinterachse.

BMW liftet den X5