Nächste Generation des Pick-ups kommt in drei Motorisierungen

Ford stellt auf der Australian International Motor Show in Sydney (15. bis 24. Oktober 2010) die nächste Generation des Ranger vor. Der Pick-up basiert auf einer neuen Plattform, die in Zusammenarbeit mit Mazda entwickelt wurde. Der japanische Hersteller fertigt auf dieser Basis den neuen BT-50, der ebenfalls auf der Automesse in Sydney präsentiert wird.

Robuste Erscheinung
Der neue Ranger tritt zwar äußerlich sehr robust auf, wirkt dabei zugleich aber weniger kantig als die größeren ,F"-Modelle von Ford, die in den USA die meistverkaufte Pick-up-Baureihe darstellt. Die Ranger-Modellfamilie umfasst je nach Markt bis zu vier verschiedene Karosserieversionen. Der Pick-up ist künftig unter anderem auch mit einer Rückfahrkamera, einer Einparkhilfe für hinten, einer Sprachsteuerung, einer in das ESP integrierten Anhänger-Stabilisierungsfunktion und einer adaptiven Zuladungskontrolle erhältlich.

Mehr Platz auf der Ladefläche
Die Ladefläche des Ranger mit Doppelkabine hat gegenüber dem Vorgängermodell um fast zehn Zentimeter in der Breite zugelegt. Bei einer Länge von 1,55 Meter bietet sie eine maximale Ladebreite von 1,56 Meter. Das Ladevolumen beträgt 1,21 Kubikmeter. Die Breite zwischen den Radhäusern ist auf 1,14 Meter angewachsen, wobei die Pritsche spezielle Vorrichtungen über den Radhäusern bietet, um beispielsweise größere Holzplatten flach auflegen zu können.

Unterschiedliche Interieur-Varianten
Das Interieur wird in unterschiedlichen Varianten angeboten. Das reicht von auswasch- und abspritzbaren Innenräumen bei für den Arbeitsalltag vorgesehenen Basismodellen bis hin zu den komfortorientierten Passagierkabinen der höheren Ausstattungslinien Limited und Wildtrak. In den Doppelkabinen-Varianten bietet er auf der Rückbank Platz für drei Erwachsene. Unterhalb der Bank findet sich ein praktischer Stauraum, in dem sich beispielsweise Elektronikgeräte blicksicher unterbringen lassen. In einigen Ausstattungsvarianten zählt ein Kühlfach in der Mittelkonsole zum Lieferumfang.

In Deutschland nur als Diesel
Für den Ranger stehen mehrere Motoren zur Wahl. Den Vierzylinder-Turbodiesel mit 2,2 Liter Hubraum gibt es in Leistungsstufen mit 125 und 150 PS. Alternativ steht ein 3,2-Liter-TDCi mit fünf Zylindern, 200 PS und 470 Newtonmeter Drehmoment zur Verfügung. Für einige Märkte – Deutschland ausgenommen – wird darüber hinaus ein Benziner mit 2,5 Liter Hubraum angeboten. Die neuen Motoren lassen sich mit einer sechsstufigen Automatik oder mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe kombinieren.

Mit zuschaltbarem Allradantrieb
Alle hierzulande angebotenen Varianten werden serienmäßig über einen manuell zuschaltbaren Allradantrieb verfügen. Im konventionellen Einsatz treiben ausschließlich die Hinterräder den Ranger an. Mit einem zweiten Schaltknauf kann das Motormoment jederzeit zusätzlich auf alle vier Räder übertragen werden. Darüber hinaus lässt sich die Geländegängigkeit des Pick-ups durch eine manuell aktivierbare Getriebe-Untersetzung optimieren, beispielsweise für anspruchsvolle Offroad-Passagen mit steilen Anstiegen.

Anhänger-Stabilisierung und Beladungskontrolle
Zu den elektronischen Assistenzsystemen gehört eine integrierte Anhänger-Stabilisierung. Gerät der Trailer in gefährliche Aufschaukelbewegungen, bremst die Elektronik gezielt eines oder mehrere Räder ab, bis Fahrzeug und Hänger wieder ruhig geradeaus laufen. Über die adaptive Beladungskontrolle stellt der Ranger zudem sicher, dass jeder elektronische Fahrwerkseingriff den jeweiligen Beladungszustand berücksichtigt. Der neue Ford Ranger soll künftig in rund 180 Ländern der Welt an den Start gehen, allerdings nicht in den USA und Kanada. Die Markteinführung in Europa ist für Ende 2011/Anfang 2012 geplant.

Bildergalerie: Robuster Geländegänger